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«Den Absolventen stehen alle Türen offen»

Die Gemüsebranche leidet unter Nachwuchsmangel. Bruno Stucki vom Verband Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP) spricht im Interview über die Gründe und erklärt, was der Verband dagegen tut.


Pro Jahr fehlen 50 bis 60 Lernende, die als Gemüsegärtner(in) EFZ abschliessen (die BauernZeitung berichtete). Worauf führen Sie das zurück?

Bruno Stucki: Wir kämpfen nach wie vor mit dem fehlenden Bekanntheitsgrad des Berufs. Wir merken im Gespräch an Berufsmessen, dass man bei grünen oder Naturberufen über Landwirt(in), Gärtner(in) oder Forstwart(in) spricht. Vielen aber ist es nicht bewusst, dass man den Beruf Gemüsegärtner(in) als Grundausbildung absolvieren kann.

Gibt es weitere Gründe?

Der zweite Grund ist ein soziales Problem. Vielen Schülern, die vor der Berufswahl stehen, wird gesagt: «Wozu willst du nur eine dreijährige oder vierjährige Grundausbildung absolvieren? Du solltest studieren.» Damit kämpfen wir relativ stark, sind aber nicht als Einzige betroffen. Wir sind überhaupt nicht gegen das Studieren, aber eine solide Grundausbildung hat noch niemandem geschadet. Beim Gemüsegärtner gibt es so viele Weiterbildungsmöglichkeiten, sei es die Berufs- oder die Meisterprüfung. Absolventen dieses Lehrberufs stehen alle Türen offen.  

Nun versucht der VSGP mit Schnuppertagen Ende Mai und Anfang Juni Gegensteuer zu geben.

Wir hoffen, dass wir möglichst viele interessierte junge Leute auf einen Gemüsebaubetrieb bringen. Wir sprechen damit in erster Linie Schüler der siebten bis neunten Klasse an. Selbstverständlich sind aber auch Leute willkommen, die an einer Zweitausbildung interessiert sind. Es geht uns darum zu zeigen, was ein(e) Gemüsegärtner(in) macht und woher das frische Schweizer Gemüse überhaupt kommt, das man im Coop oder Migros kauft.

Sind weitere Massnahmen geplant?

Ja. Wir haben vor zwei Jahren damit begonnen, Blachen mit Bildern von angehenden Gemüsegärtnern und dem Slogan ‹Wir bringen das frische Gemüse auf den Tisch› gratis an Betriebe abzugeben, wenn sie diese auf dort aufhängen. Es gibt zwei Sujets in je drei Sprachen. Das läuft unter der Rubrik Feldrand- und Hofladenwerbung. Damit waren wir recht erfolgreich. Ab dieser Woche machen wir an 789 Orten in der Schweiz gekaufte Plakatwerbung mit denselben Sujets.

Warum würden Sie ganz persönlich einem jungen Menschen diesen Beruf ans Herz legen?

Ich würde ihm oder ihr sagen, dass es ein sehr interessanter Beruf ohne Büroöffnungszeiten ist, der mit dem Wetter zusammenspielt und in der Natur stattfindet. Wenn jemand Freude hat, mit frischen Lebensmitteln zu arbeiten, ist das der ideale Beruf. Menschen, die gerne draussen und körperlich robust sind und Freude an frischem Schweizer Gemüse haben, finden auf jeden Fall einen Platz. Es gibt nicht den Standardgemüsebaubetrieb, sondern kleine und grosse mit unterschiedlicher Ausrichtung. Da sollte für jeden etwas dabei sein. 

Interview jw
 

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