Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Das A und O beim Mulchen

Ein regelmässiger Schnitt des Blühstreifens ermöglicht eine gute Etablierung und Entwicklung in den Folgejahren.


Publiziert: 18.05.2019 / 08:39

Blühstreifen müssen sorgfältig gepflegt werden. Das ist wichtig, damit sich die Pflanzen im Anlagejahr, aber auch in den Folgejahren weiterhin gut entwickeln.

Grundregeln der Pflege

Hierfür gibt es gewisse Grundregeln, die vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) empfohlen werden:

  • Jährlich zwei bis drei Mal mulchen
  • Seitenbereiche der Fahrgassen mulchen und die Blühstreifen auf mind. 8 – 10 cm über dem Boden kappen, um die Vegetation zu schonen und Lichteinfall zu erhöhen
  • Seitenauswurf in die Baumstreifen verlagern, um Nährstoffanreicherung und Unkräutern vorzubeugen.

Pflege im ersten Jahr

Die Pflege im ersten Jahr bildet die Grundlage für eine dauerhafte Etablierung der gesäten Pflanzen. Laut FiBL haben sich drei bis vier Schnitt- bzw. Mulchdurchgänge bewährt.

Erster Schnitt: Bei einer Pflanzenhöhe von etwa 30 – 40 cm. Verbessert die Lichtverhältnisse für die Keimlinge. Danach Mulchmaterial entfernen.

Zweiter Schnitt: Sechs bis acht Wochen später, um weitere Lichtkeimer zur Keimung anzuregen.

Dritter Schnitt: Bei Bedarf und starker Wüchsigkeit vor der Obsternte.

Vierter Schnitt (nur wenn nötig): Nach der Ernte im September/Oktober zur Regulierung der Mäuse und um das Risiko von Frostschäden zu mindern.

Pflege ab dem zweiten Jahr

Ab dem zweiten Jahr unterstützt ein drei- bis viermaliges Mulchen die Etablierung der angesäten Pflanzen und reduziert den Konkurrenzdruck durch Unkräuter und Gräser.

1. Mulchen: Sollte nach dem Baumschnitt erfolgen, nachdem das Schnittholz geschlegelt wurde. Schnitthöhe so hoch einstellen, dass die Blühstreifenpflanzen geschont werden.

2. Mulchen: Erfolgt zwischen Mitte Mai und Ende Juni, zwei bis sechs Wochen nach der Hauptblüte der ersten Blühstreifenpflanzen und der Obstbaumblüte. Die Lichtverhältnisse werden verbessert und die Dominanz der Gräser reduziert. Nicht während der Hauptaktivitätszeit der wichtigsten Nützlinge mulchen.

3. Mulchen: Im Herbst, nach der Sommertrockenheit und der zweiten Blüte der Streifen. Der Schnitt sollte vor dem Versamen der Gräser erfolgen.

4. Mulchen: Ein letztes Mal vor Ende Oktober – v. a. wenn die Vegetation sehr hoch ist – mulchen, um Frostschäden vorzubeugen und die Ausbreitung von Mäusen einzuschränken.

Die Blühstreifen sollten alternierend gemulcht werden. Dies gewährleistet, dass stets Bereiche mit blühenden Kräutern vorhanden sind, die sich versamen können. Zudem verbessert es das Nahrungsangebot für Nützlinge und Bestäuber.

Das FiBL-Merkblatt dazu gibt es hier.

Schön, bunt und nützlich

Dieser Artikel ist Teil des Beitrages Blühstreifen: Schön, bunt und nützlich – hier geht es zum Hauptartikel: Schön, bunt und nützlich

Werbung
Werbung
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Schön, bunt und nützlich
In der Obstanlage von Stefan Müller und Jenny Dornig blüht und kriecht es. Das Ehepaar fördert Nützlinge mit Blühstreifen und konnte so seinen Insektizidverbrauch massiv reduzieren.
Artikel lesen
Ein grüner Teppich mit weissen, rosa und gelben Farbtupfern zieht sich über die Niederstammobstanlage von Stefan Müller und Jenny Dornig in Steinebrunn. Ein schöner Anblick aus verschiedenen Wildblumen und Gräsern, die nicht nur den Betrachter jährlich entzücken, sondern auch seine tierischen Bewohner. "Seitdem wir Blühstreifen anlegen, ist die Artenvielfalt sehr viel grösser", sagt der Landwirt ...
Werbung
Werbung
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!