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D: Russlandembargo trifft Obst- und Milchmarkt

Das russische Importverbot für diverse Agrarprodukte aus der EU hat aus Sicht der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft spürbare Folgen nach sich gezogen. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie.


Zu diesem Ergebnis kommt Prof. Roland Herrmann von der Universität Giessen im Rahmen einer Studie zur Ökonomik von Wirtschaftssanktionen, die am Dienstag bei einem Symposium der Edmund-Rehwinkel-Stiftung in Berlin vorgestellt worden ist.

Laut Hermann waren demnach vor allem auf den Märkten für Obst und Milchprodukte Reaktionen auf die russischen Importbeschränkungen zu beobachten. Beispielsweise habe der Wegfall des größten Exportmarktes für polnische Äpfel dafür gesorgt, dass die betreffende Ware zwangsweise auf den westeuropäischen Markt umgelenkt worden sei und hier wegen des zunehmenden Angebots einen Preisrückgang von schätzungsweise 7% verursacht habe.

Auch für den Milchmarkt stellte der Giessener Agrarökonom starke Preis- und Mengeneffekte fest. Diese dürften aber nicht überbewertet werden, warnte Herrmann. So seien die jüngsten Marktentwicklungen teilweise auch von früheren Effekten aufgrund der russischen Wirtschaftskrise und anderer Probleme überlagert worden. Schon vor den Sanktionen seien die russischen Importe von Milcherzeugnissen deutlich zurückgegangen.

Herrmann attestiert der deutschen Molkereiwirtschaft zudem eine erfolgreiche Erschließung neuer Absatzmärkte. Nach seinen Angaben sind zwischenzeitlich beachtliche Warenmengen alternativ auf den asiatischen, arabischen und nordafrikanischen Märkten untergebracht worden. Diese Diversifizierung sei auch nötig, da selbst bei einem baldigen Ende der Moskauer Handelsbeschränkungen nicht mit einer schnellen Normalisierung der deutsch-russischen Handelsbeziehungen zu rechnen sei, erklärte Herrmann. Schließlich sei viel Vertrauen verlorengegangen. Auch hätten andere Lieferanten den Platz von EU-Exporteuren eingenommen.

AgE

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