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Cremo mit Rekordverlust und guter Hoffnung

Der Milchverarbeiter schliesst 2018 mit einem Verlust von 7,49 Mio Franken ab, betont aber die finanzielle Gesundheit des Unternehmens.


Publiziert: 29.05.2019 / 13:00

Villars-sur-Glâne "Cremo schloss das Geschäftsjahr 2018 mit einem Verlust von 7,49 Mio Franken ab. Dieses negative Jahresergebnis steht im Kontrast zur guten finanziellen Gesundheit des Unternehmens und den gewichtigen Investitionen, welche Cremo im Laufe des vergangen Jahres tätigte", schreibt Cremo am Dienstag in der Medienmitteilung zum Jahresbericht. Letztere würden sich zusammen mit den gestiegenen Proteinpreisen auf den internationalen Märkten positiv auf das laufende Geschäftsjahr auswirken, heisst es weiter. An der ordentlichen Generalversammlung, welche vom Verwaltungsratspräsidenten Benoît Perroud geleitet wurde, genehmigten die anwesenden Aktionäre die Rechnung 2018 und den 91. Jahresbericht.

Tiefe Proteinpreise auf dem internationalen Markt

Cremo habe 2018 mit historisch tiefen Milchproteinpreisen auf den internationalen Märkten zu kämpfen gehabt, was zu empfindlichen Ertragseinbussen bei den Proteinexporten führte. Mit Rücksicht auf ihre Milchproduzenten habe Cremo entschieden, einen Mindestpreis für Milchprotein zu fixieren, um damit den Milchpreis zu stabilisieren. Diese Stützungsmassnahme zugunsten der Milchproduzenten habe entsprechende Mehrkosten für Cremo generiert. Dank des Anstiegs der Proteinpreise auf den internationalen Märkten Ende Jahr hätten sich die Bedingungen für den Proteinexport verbessert. Cremo erinnert daran, dass der Proteinexport eine Notwendigkeit darstelle, da der Schweizer Markt bloss einen Teil der Proteinmenge absorbiere.

Bei praktisch unveränderter Milchmenge konnte der Jahresumsatz nicht erreicht werden. 2018 betrug er 475 Millionen Franken. Unter Berücksichtigung der positiven Veränderungen beim Warenbestand weist Cremo  einen Betriebsertrag von 485 io aus, was 2,18 Mio unter dem Vorjahresertrag liegt.

Rationalisierung und Optimierung

Cremo tätigte 2018 Investitionen von über 30 Millionen Franken. An erster Stelle stehe dabei die Errichtung der neuen Abfüllanlage in Mont-sur-Lausanne. Diese innovative Investition erlaube es, diesen Standort noch stärker als Kompetenzzentrum für die ­Abfüllung flüssiger Nahrungsmittel zu profilieren. Die Fort­setzung der Arbeiten zur Er­weiterung des Pulverwerks in Villars-sur-Glâne, deren Abschluss für das zweite Semester 2019 geplant sei, sowie die Inbetriebnahme der neuen Vorverpackungsanlage für Käse in Sierre seien weitere Beispiele für die rege Investitionstätigkeit, schreibt Cremo.

Die Investitionen zielten allesamt auf eine Optimierung und Rationalisierung der Produktion ab. So erlaube die Inbetriebnahme des neuen Trocknungsturms in Villars-sur-Glâne die Stilllegung einer der beiden in die Jahre gekommenen und energetisch suboptimalen Trocknungstürme im waadtländischen Lucens. Eine zukunftsgerichtete Investition sei die Molkerei in Lyss, welche ab Sommer 2019 Spezialitäten mit den Labeln "Bio" und "Aus der Region" produzieren soll. Den Erwartungen des Marktes entspreche ebenfalls die erfolgte Ausweitung des Cremo-Käsesortiments mit dem Raclette Mazot Bio und dem Vacherin ­Fribourgeois Bio. Gleichzeitig unterstreiche Cremo damit ihre Wachstumsambitionen im Käsemarkt.

All diese positiven Elemente und die Gewissheit, auf eine leistungsfähige Belegschaft zählen zu können, liessen Cremo zuversichtlich in die Zukunft schauen, heisst es in der Medienmitteilung abschliessend.

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