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Coop steigert im Krisenjahr 2020 den Gewinn

Der Detailhändler Coop hat im vergangenen Jahr 2020 trotz eines leichten Umsatzrückgangs mehr Gewinn erzielt. Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg um knapp 7,2 Prozent auf 838 Millionen Franken. Unter dem Strich blieb ein um 1,5 Prozent höherer Reingewinn von 539 Millionen Franken.


Geholfen haben Coop dabei unter anderem die Hamsterkäufe der Bevölkerung während der Coronakrise. Die Coop-Supermärkte wuchsen mit einem Nettoerlös von rund 12 Milliarden nämlich um über 14 Prozent. Hier habe Coop Marktanteile gewonnen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Ingesamt weniger Umsatz mit Fachmärkten

Bei den Fachmärkten war die Entwicklung sehr unterschiedlich. Während manche Formate wie beispielsweise die Import Parfümerien, die Schmuckgeschäfte von Christ oder die Marché Restaurants unter den Schliessungen während der Pandemie litten, sind andere, darunter Coop Bau + Hobby, Lumimart oder Fust, in der Krise gewachsen. Insgesamt lag der Umsatz der Fachmärkte mit knapp 7,2 Milliarden rund 5 Prozent unter Vorjahr.

Transgourmet litt deutlich

Als Hemmschuh erwies sich das Grosshandelsgeschäft: Mit einem Umsatz von 12,6 Milliarden schrumpfte dieses Geschäft um fast 11 Prozent. Bei Transgourmet, das im Grosshandel den grössten Anteil ausmacht, betrug der Rückgang knapp 17 Prozent auf 8,1 Milliarden Franken. «Dieser Umsatz konnte trotz umfassender pandemiebedingter Beschränkungen in der Gastronomie erreicht werden», betonte Coop in der Mitteilung. Transgourmet beliefert vor allem Restaurants und bekam deshalb die Auswirkungen der Pandemie natürlich zu spüren.

Online-Boom im Detailhandel

Auf der anderen Seite kurbelte die Krise das Onlinegeschäft kräftig an. Laut der Mitteilung ist der Online-Supermarkt Coop.ch vergangenes Jahr um 45,5 Prozent gewachsen und hat neue Marktanteile gewonnen. Ebenfalls stark gewachsen sei der Online-Umsatz bei der Heimelektronik mit einem Plus von 33 Prozent, heisst es.

Über alle Sparten hinweg erzielte Coop einen Online-Umsatz von 2,6 Milliarden Franken, was etwas weniger (-0,15%) ist als im letzten Jahr. Auch hier war für den Rückgang vor allem der Grosshandel und die Produktion verantwortlich.

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