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Chlauseslen: «Einzige Pflicht ist es, ledig zu sein»

Roman Ott ist Rottenführer. Er erzählt uns über die Bräuche der Chlausrotte Mitteldorfberg in Oberägeri im Kanton Zug.


BauernZeitung: Seit wann gibt es die Chlausesler aus Oberägeri?

Roman Ott: Schon sehr lange, mein Vater und Grossvater waren auch schon dabei. Es hat alles mit der Rotte «Klausengenossenschaft» begonnen. Heute sind es fünf Rotten in der Region Oberägeri.

Wie viele seid ihr?

Aktive bei der Rotte? Wir sind ungefähr 60 Leute. Es gibt keine Pflicht, an allen Tagen, wenn wir losziehen, dabei zu sein. Einzige Voraussetzung ist, dass man ledig ist.

Was passiert am Treffen vor dem Chlauseslen?

Alle Schmutzlis und Chläuse werden geschminkt, daher sollen sie etwas früher kommen, damit sie dann bereit sind. Zudem muss das Material bereitgestellt werden. Dann noch ein Sandwich und ein Bier und los geht es.

Bis wann geht ihr in die Häuser?

Grundsätzlich machen wir um zehn Uhr keine Hausbesuche mehr. Es ist immer schwierig einzuschätzen, wie viel Zeit es braucht. Denn wir können erst um 17 Uhr los, weil es dann erst dunkel ist. Manchmal lassen uns viele Leute rein, und manchmal geht die Tour schnell. Wir schaffen aber meistens alle Häuser. Es kann höchstens passieren, dass eins vergessen geht.

Welche Rolle spielt das Geld?

Alles was eingesammelt wird, wird gezählt. Das Geld investieren wir in Hirtenhemden, sonstiges Material, Nüsse, Mandarinen und Weiteres. Die Leihe für die Trychle kostet zehn Franken. Wir holen diese jeweils von Bauern aus dem Moutathal. Früher wurde manchmal noch Geld an die Chlausesler ausgezahlt, aber nur, wenn die Kasse gut lief.

Welches war das lustigste Sprüchli, das Sie bisher gehört haben?

Ich habe schon sehr viele gehört, aber die Kinder sind manchmal so ehrlich, dass ich das jetzt hier nicht erwähnen will. Sonst müssten die Eltern sich noch schämen.

Wie entstand der Brauch?

Er kommt von früher. Es ist wohl ein keltischer Brauch. Hauptsächlich waren Bauern dabei, die keine Frauen hatten. Sie zogen als Schmutzlis von Haus zu Haus. Wenn ihnen eine Frau gefiel, durften sie sie schwärzen. Die Frau war somit markiert. Kinder zu besuchen, war auch Teil des Brauches.

Warum gibt es keine Samichläusinnen?

Es ist ein Männer-Brauch. Wenn Frauen dabei wären, wäre es sicher anders. Frauen dürfen dafür aber im Januar Engelen. Sie gehen von Haus zu Haus und singen etwas vor. Dafür bekommen sie Süssigkeiten oder Geld.

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