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Chaos im Falle des No-Deal-Brexit

Der künftige britische Premierminister Boris Johnson plant, den Brexit per 31. Oktober durchzuführen - mit oder ohne Austrittsabkommen.


Die EU lehnt die vom neuen Premierminister geforderten Änderungen am Brexit-Vertrag ab. Der No-Deal-Brexit wird deshalb immer wahrscheinlicher, wie die SDA berichtet. Im EU-Haushaltsbudget würden danach Milliarden fehlen, da bis jetzt von einem geordneten Austritt Grossbritanniens ausgegangen wurde. Für den Rest von 2019 soll es noch einen Nothaushalt geben. Die Briten würden noch drei Monate einzahlen, dafür bekämen ihre Forscher und Landwirte aus EU-Programmen weiter Geld.

Auch Grenzkontrollen würden wieder eingeführt. Waren und Personen aus Grossbritannien müssten bei Überschreiten der EU-Grenzen wieder kontrolliert werden. Der deutsche Zoll schrieb deshalb bereits 900 zusätzliche Stellen für Beamte aus. Auch im Güterverkehr würden die Grenzformalitäten für lange Wartezeiten sorgen. Dies könnte kilometerlange Staus verursachen. Zusätzlich fürchtet insbesondere die Pharmabranche massive Lieferengpässe. Zwei Drittel der Medikamente werden aus der EU eingeführt.

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