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Butterimporte: BOM will noch einmal 1500 Tonnen mehr importieren

Die Branchenorganisation Milch (BOM) hatte Mitte Oktober beim Bundesrat ein Gesuch für weitere 500 t Butterimporte gestellt. Inzwischen hätten sich die Verkäufe von Butter derart erhöht, dass das Gesuch auf 2000 t erhöht werden müsse.


«In der Schweiz ist der Absatz von Milchprodukten in diesem Jahr erfreulich hoch», schreibt die BOM in ihrer Medienmitteilung vom Mittwoch. Neben den klassischen Molkereiprodukten wie Milch, Rahm oder Joghurt würden auch mehr Käse und Butter konsumiert. Als Hauptgrund betrachtet die BOM die Corona-Pandemie. Der Heimkonsum liege seit dem Lockdown im vergangenen März deutlich über Vorjahr und der Einkaufstourismus sei wiederum stark eingeschränkt. Beides führt zu höheren Verkäufen im Inland.

«Die Butter» nur noch mit Schweizer Butter

«Diese Situation verunmöglichte es, das Butterlager aus inländischem Rohstoff für die absatzstarke Weihnachtszeit ausreichend aufzubauen», schreibt die BOM weiter. Sie wolle aber für volle Butterregale sorgen und habe deshalb entschieden, beim Bundesrat den Antrag zu stellen, das bereits Mitte Oktober gestellte Gesuch für eine zusätzliche Importtranche von 500 t auf 2000 t zu erhöhen, heisst es in der Mitteilung.

Das für die Diskussion der Butterimporte zuständige Gremium der BOM habe im Übrigen mit Befriedigung zur Kenntnis genommen, dass Die Butter seit dem 19. Oktober wieder ausschliesslich aus Schweizer Butter ausgeliefert werde. Bis auf einzelne Restbestände sei unter dieser Marke inzwischen nur noch Schweizer Ware im Detailhandel erhältlich.

«Gestiegene Nachfrage wiederspiegelt sich im Preis»

Die gestiegene Nachfrage nach Schweizer Milchprodukten spiegle sich auch in höheren Produzentenpreisen, so die BOM weiter. Das Milchpreismonitoring der Schweizer Milchproduzenten (SMP) weise für den August 2020 einen gegenüber dem Vorjahresmonat um 3 Rappen höheren Milchpreis für Molkereimilch aus. Die Produzenten profitierten damit von der knappen Marktsituation. Die SMP hatten allerdings erst gestern eine Mitteilung versandt, in der sie eine Erhöhung des Preises forderten.

Die Arbeitsgruppe der BOM ist sich dieses Drucks offenbar bewusst. Man habe sich «im Rahmen ihrer Diskussionen vor diesem Hintergrund dafür ausgesprochen, dass die im Frühjahr beschlossene Weitergabe des Mehrerlöses aus der Butterpreiserhöhung vom Juli 2020 im gleichen Rahmen weitergeführt wird», so die Mitteilung der BOM.

5700 Tonnen Importe im laufenden Jahr

Mit dem nun auf 2000 Tonnen erhöhten Gesuch beläuft sich die gesamte im laufenden Jahr eingeführte Menge Butter auf 5700 Tonnen. Neben den 900 Tonnen aus bestehenden Konzessionen hat das BLW im Juni auf Antrag der BOM ein Kontingent von 1000 Tonnen gutgeheissen. Weitere 1800 Tonnen folgten im September. Dazu kommen nun weitere 2000 Tonnen. Ursprünglich veranschlagte die BOM den Buttermangel für das laufende Jahr auf 3200 Tonnen. Offenbar sorgt nun aber die erneute Erschwerung des Einkaufstourismus und die vermehrt am häuslichen Herd verbrachte Zeit dafür, dass im Heimkonsum deutlich mehr heimische Butter verwendet wird, als man das erwartet hatte.

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