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Butter: Das letzte Glied in der Kette

Die Schweiz ist für ihre Berge bekannt, bis vor ein paar Jahren auch für ihre Butterberge. Momentan ist Schweizer Butter allerdings knapp: die Migros importiert zu Beginn der Adventszeit 100 Tonnen Butter aus der EU. Sie ist damit aber alleine auf weiter Flur.


von lid
Publiziert: 09.12.2019 / 10:31
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Aktuell verkauft die Migros Kochbutter aus EU-Produktion. Auf der silbern-grün verpackten Migros-Kochbutter klebt die blaue Marke "Rohstoffmangel; Produktionsland vorübergehend EU". Während drei bis vier Wochen importiert die Migros den Rohstoff aus Deutschland und Belgien und verwendet ihn für die Kochbutter, schreibt die Detailhändlerin in einer Stellungnahme. Alle anderen Migros-Produkte würden weiterhin aus Schweizer Butter hergestellt.

Grund für den Butterimport sei die erhöhte Nachfrage nach Rahm, betont Peter Ryser von der BO Butter (BOB). "Die Migros konnte ihren Bedarf nicht abdecken und hat entschieden, ihre Kochbutter auf Importbutter umzustellen, um zusätzliche Rahmmengen zu bekommen", sagt Ryser.

Lidl & Co. wissen von nichts

Derweil kennen Volg, Coop und Lidl keine Knappheit und verkaufen nach wie vor Schweizer Butter. Aldi habe zwar Kenntnis über den aktuellen Buttermangel, sei bislang jedoch nicht betroffen und könne weiterhin ausschliesslich Schweizer Butter anbieten, schreibt der Detailhändler auf Anfrage.

Die Migros weist den Vorwurf von schlechtem Management zurück. Anfang Jahr wisse man nie, wieviel Milch effektiv produziert werde und es sei dieses Jahr weniger als die erwartete Menge gewesen, erklärt die Detailhändlerin. Ausserdem sei mehr Milch in die Käseproduktion geflossen, womit weniger Milch in Butter und Rahm umgewandelt werden konnte.

Mehr Butter in der Adventszeit

Von einer Butter-Überproduktion wie dies vor Jahren der Fall war, ist die Schweiz zurzeit weit entfernt. Die Lager sind fast leergeräumt, im Gegensatz zu 733 Tonnen in der Vorjahreswoche liegen sie um 88% tiefer und fassen 82 Tonnen.

Normalerweise fallen bei der Milchproduktion jährlich zwischen 41'000 und 51'000 Tonnen Butter an, schreibt die Branchenorganisation BOB. Bis im Oktober wurden 2019 verglichen mit der Vorjahresperiode knapp 5% weniger Butter produziert. Die Verkäufe fielen allerdings nur 1% tiefer aus. Somit ergibt sich ein Defizit, das durch die erhöhte Butter-Nachfrage zur Adventszeit verstärkt wird.

"Die Butter ist das letzte Glied in der Kette", sagt Peter Streit von der TSM Treuhand GmbH, welche die Schweizer Milchstatistik führt. Butter werde erst hergestellt, nachdem die Milch zu Trinkmilch, Käse oder Rahm verarbeitet wurde, sagt der Statistiker.

Vor den Feiertagen werde die Produktionsmenge von Butter wieder ansteigen und keine Importbutter mehr gebraucht, ist Ryser von der BOB überzeugt. "Von der Massnahme betroffen ist nur eine kleine Buttermenge für eine kurze Zeit", sagt er.

Der Butterberg schmilzt

 

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