Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Bundesrat: Wölfe in der Nähe von Siedlungen oder Schafherden schiessen

Der bundesrätliche Entwurf zur Jagdverordnung sieht klare Regeln für die Regulierung von Wolfsrudeln vor. So sollen Wölfe in Rudeln möglichst in der Nähe von Siedlungen oder Nutztierherden geschossen werden.


Heute schickt der Bundesrat die Verordnung zum revidierten Jagdgesetz in die Vernehmlassung. Damit soll vor der geplanten Abstimmung über das Jagdgesetz am 27. September 2020 Klarheit darüber geschaffen werden, wie das Gesetz bei einer Annahme umgesetzt werden würde.

Geschützte Arten können weniger leicht reguliert werden

Der bundesrätliche Entwurf der Verordnung sieht vor, dass neben Wolf, Höckerschwan und Steinbock keine weiteren geschützten Arten für regulierbar erklärt werden können. Luchs, Biber, Graureiher und Gänsesäger bleiben damit nicht regulierbar und geschützt.

Der Wolf bleibt geschützt und nicht jagdbar

Auch mit dem neuen Jagdgesetz soll der Wolf geschützt bleiben und darf nicht gejagt werden, Rudel bleiben erhalten. «Das revidierte Gesetz erlaubt den Kantonen unter bestimmten Bedingungen, Wolfsrudel vorausschauend zu regulieren», schreibt der Bundesrat

In der vorliegenden Verordnung wurden nun die Voraussetzungen für die Bestandsregulierung bei Wölfen konkretisiert.

Bei Rudeln:

  • Wölfe eines Rudels dürfen nur geschossen werden, wenn sich das betroffene Rudel im Bewilligungsjahr erfolgreich fortgepflanzt hat
  • Aus einem Rudel dürfen maximal die Hälfte der Jungtiere, die weniger als ein Jahr alt sind, erlegt werden
  • Bewilligungen zur Regulierung beschränken sich auf das Streifgebiet des Wolfsrudels
  • Bei der Anzahl bewilligt regulierbarer Wölfe müssen bis zu einem Jahr vor dem Bewilligungsjahr gewilderte oder wegen der Gefahr erheblichen Schadens geschossene Tiere eingerechnet werden
  • Wölfe dürfen nur dann zur Verhinderung landwirtschaftlichen Schadens reguliert werden, wenn der Kanton im Streifgebiet des Rudels alle Betriebe  über die Herdenschutzmassnahmen vorgängig informiert und gefährdete Betriebe auf deren Wunsch beraten hat
  • Wölfe, die beispielsweise Rehe oder Hirschbestände kontrollieren, dürfen nicht reguliert werden, wenn die Waldverjüngung stark beeinträchtigt wird
  • Wölfe sind aus einem Rudel und soweit möglich nahe von Siedlungen oder Nutztierherden zu erlegen

Das Ziel dabei ist laut Bundesrat, dass die Rudel ihre natürliche Scheu behalten und Siedlungen fernbleiben.

Zum Abschuss von Einzeltieren:

  • Bei Schaden an Nutztieren (es werden Zahlen zu den nötigen Rissen vorgegeben)
  • Bei aggressivem Verhalten gegenüber Menschen (Gefährdung)
  • Bei Verhaltensauffälligkeiten (fehlende Scheu gegenüber Menschen, Nutzt- oder Heimtierrisse in Ställen bzw. Siedlungen, Bau in ganzjährig genutztem Gebäude)
  • Abschussbewilligungen sind auf 60 Tage befristet

Weitere Informationen: Entwurf der Jagdverordnung und Erläuternder Bericht dazu

Verwandte Themen
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
67 Jäger stellen sich gegen die Revision des Jagdgesetzes
12.03.2020
Während der Verband Jagd Schweiz hinter der Revision steht, schliesst sich eine Gruppe Jäger zu einem Nein-Komitee zusammen.
Artikel lesen
Im Herbst 2019 lancierten verschiedene Umweltverbände ein Referendum gegen die anstehende Revision des Schweizer Jagd- und Schutzgesetzes (weiterlesen). Nun bekommen sie Unterstützung von einem Komitee aus Jägerinnen und Jägern. Kernforderung scheiterte am Kantönligeist Die Jagdverbände hätten sich bei der Gesetzesrevision vor allem für eine gegenseitige Anerkennung der Jagdausbildungen durch ...
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!
Folgen Sie uns