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BSE oder Rinderwahn: Diese 5 Dinge müssen Sie wissen

Die BSE-Krankheit wird im Volksmund auch Rinderwahn genannt. Sie endet bei Rindern immer tödlich. Diese 5 Fakten sollten Sie wissen.


Die BSE hat eine lange Inkubationszeit und endet für die Rinder immer mit dem Tod. Es sind keine Schutzimpfungen oder Behandlungsmöglichkeiten verfügbar, wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV schreibt. Hier sind einige Fakten zur Krankheit:

1. Das macht die Krankheit mit dem Rind

Während der Krankheit häufen sich in bestimmten Gehirnarealen abnormal verdrehte Prionen. Sie fangen an die Nervenzellen zu zerstören. Das Nervengewebe bekommt ein schwammartiges Aussehen. Prionen sind Eiweissstoffe, welche in ihrer normalen Gestalt natürlicherweise in jedem Gehirn vorkommen.

2. Ausbruch vier bis sechs Jahre nach Ansteckung

Die Krankheit bricht erst vier bis sechs Jahre nach Ansteckung aus. Symptome sind Schreckhaftigkeit, Angst vor Hindernissen, Agressivität, Belecken der Nase, Zähneknirschen oder immer steifer werdender Gang. Am Ende der Krankheit können die Rinder nicht mehr aufstehen. Oft seien die Symptome nur schwach ausgeprägt oder gar nicht erkennbar, wie das BLV schreibt.

3. Risiko in der Schweiz ist vernachlässigbar

Die Ansteckung kann über Tierkörpermehle im Futter, die mit Prionen infiziert sind erfolgen. 1986 wurde BSE in Grossbritanien entdeckt. Der erste Fall in der Schweiz war im November 1990. Im Mai 2015 stufte die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) die Schweiz als "Land mit vernachlässigbarem Risiko" ein.

4. Was kann man tun?

Tiermehl darf nicht an Nutztiere verfüttert werden, so das BLV. Tiere die von BSE betroffen sind, müssen getötet und das Fleisch vernichtet werden. Dadurch soll eine Ansteckung von Menschen verhindert werden. Verdachtsfälle müssen der Bestandestierärztin gemeldet werden. 

5. BSE kann auch auf Menschen übergreifen

Bei den Menschen tritt die Krankheit als Creutzfeldt-Jakob Disease (vCJD) auf. Von der Ansteckung bis zum Ausbruch kann es von einem Monat bis zu 30 Jahren dauern. Die Symptome beim Menschen sind vor allem psychische Veränderungen. Darunter Depressionen und Angstzustände. Zudem nehmen geistige Fähigkeiten ab, die Koordination der Bewegungsabläufe sind gestört, es kann zu Muskelzuckungen kommen oder weitere unwillkürliche Bewegungen. Die vCJD ist in der Schweiz nicht festgestellt, so das BLV.

Quelle: BLV

Atypisches BSE

Die atypische Form von BSE trifft spontan bei Tieren, die acht Jahre und älter sind auf. Da atypische BSE-Fälle spontan auftreten, wirken sie sich laut Richtlinien der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) nicht auf den Risikostatus eines Landes aus.

 

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Bei der Kuh in Einsiedeln handelte es sich um atypisches BSE, wie SRF 4 News berichtet. Das Atypische BSE trifft spontan bei älteren Tieren auf, während das klassische BSE etwa durch falsche Fütterung entstehen kann. Wenn Rinder von BSE betroffen sind, kommt es zu einer tödlichen Krankheit. Das Tier in Einsiedeln wurde notgeschlachtet und fachgerecht entsorgt.  
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