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Breite Koalition will mehr Bundesgeld fürs FiBL

Eine im Nationalrat eingereichte Motion fordert eine Verdoppelung der Bundesmittel für das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) von 7,4 auf 15 Mio Fr. jährlich. Das Vorhaben wurde von Markus Hausammann (SVP, TG) eingereicht und wird breit unterstützt.


Publiziert: 14.03.2019 / 17:32

"Verbesserung der komparativen Grundlagen des Wissenssystem der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft" lautet der etwas komplizierte Titel der diese Woche im Nationalrat eingereichten Motion von Markus Hausammann und 43 Mitunterzeichnenden aus allen Parteien. 

Agroscope und FiBL könnten sich noch besser ergänzen

Das Ziel des Vorstosses ist aber einfach: Die Finanzhilfe an das FiBL im Rahmen der Forschungsförderung soll von heute 7,4 Millionen auf 15 Millionen Franken zu verdoppeln. Damit will Hausammann, der auch Mitglied des FiBL-Stiftungsrats ist die Rahmenbedingungen in der Schweizer Agrarforschung weiter optimieren, "so dass Agroscope und FiBL sich ergänzend und gemeinsam eine international führende Stellung im Thema Biolandbau, Agrarökologie und Tierwohl einnehmen können", so der Motionstext.

"Wesentliche Lösungen, auch für konventionelle Betriebe"

Zur Begründung dieser Mittelaufstockung führt der Motionär u.a. folgende Punkte an:

  • Die Nachfrage nach biologisch erzeugten Lebensmitteln wachse kontinuierlich um knapp 10 Prozent pro Jahr. Technischer Fortschritt und Innovation seien ein unersetzbares und wirkungsvolles Mittel, diese Entwicklung nachhaltig zu stützen.
  • Eine Verstärkung der Forschung im Biolandbau sei wünschenswert, da sie wesentliche Beiträge zur Lösung zukünftiger gesellschaftlicher Herausforderungen der ganzen Schweizer Landwirtschaft leiste, auch für konventionelle Betriebssysteme. Besonders zu erwähnen seien dabei der Nationale Aktionsplan Pflanzenschutz, die Strategie Biodiversität, die Klimastrategie Landwirtschaft, die Antibiotika-Strategie, die Qualitätsstrategie und die Umweltpolitik.
  • Seit 5 Jahren arbeiten Agroscope und das FiBL eng zusammen. Es sollten laut Hausammann ökonomische Voraussetzungen geschaffen werden, um die inhaltlichen Stärken der beiden Institute im Rahmen dieser Zusammenarbeit noch besser zu nutzen. Dies könne bei Agroscope über Effizienzgewinne bei der Infrastruktur und beim FiBL über eine Erhöhung des Leistungsauftrags aus den steigenden Mittel im Ausgabenbereich Bildung, Forschung und Innovation erfolgen.
  • Das FiBL sei innerhalb von Europa ein begehrter Forschungspartner. Diese Zusammenarbeit bringe zusätzliche Mittel in die Schweizer Landwirtschaft. Um die Projektbeiträge weiter steigern zu können, sei eine erhöhte Grundfinanzierung durch den Bund eine wichtige Voraussetzung.

akr

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