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Braun soll Braun bleiben

Braunvieh-Tiere mit zu viel Weiss dürfen in Zukunft keine Ausstellungen mehr gewinnen. So will es Braunvieh Schweiz.


Publiziert: 15.03.2019 / 11:51

Braunviehtiere, die zu grosse weisse Flecken im Fell haben, dürfen zwar noch an Ausstellungen teilnehmen, können aber keine Abteilungen oder Titel mehr gewinnen. Davon ausgenommen sind weisse Bauchflecken, ein weisser Stern am Kopf, sowie Gurt- und Blüem-Tiere. Betroffen sind nur Tiere, deren weisse Flecken grösser sind als ein A5-Blatt. Die Regelung gilt ab diesem Jahr.

Internationale Vorgaben

"Betreffend den Vorgaben der Farbfehler beim Braunvieh haben wir international eine Vereinbarung getroffen", sagt Reto Grünenfelder, Präsident von Braunvieh Schweiz, gegenüber der BauernZeitung. So wollen nicht nur die Schweiz, sondern auch die Braunviehzuchtverbände aus Frankreich, Italien, Österreich oder Deutschland diesbezüglich am gleichen Strick ziehen.

"Obwohl diese Tiere wirtschaftlich sicher keinen Nachteil haben, möchten wir das Weiss in unserer Rasse nicht noch fördern", hält Grünenfelder fest. Um mehr über die Herkunft der weissen Flecken zu erfahren, werden jetzt solche Kühe und Stiere bei der linearen Beschreibung oder Punktierung erfasst und deklariert.

Weiss kommt aus Amerika

Bei Braunvieh Schweiz geht man davon aus, dass dieses "Weiss" über gewisse Blutlinien aus Amerika in die Schweiz kam. "Da wir in Zukunft solche Tiere bei der Beurteilung erfassen, werden wir genau feststellen können, welche Stierenväter für dieses Phänomen verantwortlich sind", sagt Grünenfelder.

Ab diesem Jahr gibt es zusätzlich eine Deklaration der Fehlerfrequenz bei Nachkommen mit weissen Flecken. In Amerika geht man noch einen Schritt weiter: Braunviehstiere mit weissen Klauen werden aus der Zucht ausgeschlossen. Im Normalfall sind die Klauen der Braunviehtiere schwarz und es ist bekannt, dass die Klauenqualität gegenüber anderen Rassen besser ist. "Betreffend der weissen Klauen ist dies für Braunvieh Schweiz noch kein Grund, Sanktionen auszusprechen", hält Reto Grünenfelder abschliessend fest.

Peter Fankhauser

 

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