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BOM stellt Antrag für weitere 1000 Tonnen Importbutter – die Milchproduzenten sind dagegen

Die Branchenorganisation Milch (BOM) hat trotz Uneinigkeit bezüglich Butter-Importbedarf eine weitere Tranche von 1000 Tonnen beantragt. Die Produzentenvertreter waren allesamt dagegen, bei Uneinigkeit entscheidet aber ein vereinbarter Rechnungsmechanismus, ob importiert wird oder nicht.


Die letztes Jahr ins Leben gerufene Kommission Butterimporte der BOM habe die Marktlage bei der Butter analysiert, heisst es in einer Mitteilung. Die Einschätzung zur zukünftigen Butter-, Milch- und Käseproduktion sowie der Butterverkäufe ergab laut der BOM «einen Buttermangel, der mit Importen gedeckt werden muss».

SMP: Eher ein Verteilungsproblem

Trotzdem war man sich zwischen Milchproduzenten einerseits sowie Verarbeitung und Handel andererseits nicht einig über das Vorgehen, wie dies aus der Medienmitteilung deutlich hervorgeht. Die Vertreter der Milchproduzenten waren geschlossen gegen das aktuelle Importgesuch zum heutigen Zeitpunkt, da aus ihrer Sicht eher ein Verteilungsproblem zwischen den Butteranbietern und nicht eine kurzfristige Knappheit besteht, stellt Stephan Hagenbuch, Direktor der SMP auf Anfrage der BauernZeitung klar, denn die Berechnung habe einen Mangel von ca. 500 t per 31.12.2021 ergeben.

Wenn sich die Kommission aus je fünf Mitgliedern der beiden «Familien» nicht auf ein konkretes Importgesuch einigen kann, kommt ein vereinbarter Mechanismus zum Tragen. Dieser Mechanismus ist laut BOM-Geschäftsführer Stefan Kohler eine Excel-Tabelle mit 16 Spalten und 26 Zeilen, welche den zu erwartenden Absatz der wahrscheinlichen Butterproduktion unter Einbezug des vorhandenen Lagers sowie der noch nicht getätigten Importe gegenüberstellt. Diese Berechnung ergab im aktuellen Fall einen Mangel, was einen Importantrag im Umfang von 1000 Tonnen Butter ausgelöst hat.

Graswachstum bremst Milchproduktion

In der Schweiz ist laut der Mitteilung der Absatz von Milchprodukten weiterhin hoch. «Im Schweizer Detailhandel werden Käse, Joghurt, Trinkmilch und andere Molkereiprodukte auch im zweiten Jahr der Corona-Krise nach wie vor überdurchschnittlich verkauft», so die BOM. Sowohl die Situation im Home-Office als auch der weitgehend ausbleibende Einkaufstourismus führe zu höherem Konsum inländischer Milchprodukte.

Gleichzeitig wird die Mehrproduktion nicht so hoch ausfallen, wie ursprünglich angenommen: «Während die BOM vor ein paar Wochen noch von einer um rund 2 % höheren Milchproduktion ausgegangen ist, hat der kalte April das Graswachstum gebremst», schreibt die BOM weiter.

Mittelfristig rechne man zwar mit einer leicht steigenden Milchproduktion, weil aber gleichzeitig weiterhin wesentlich mehr Milch zu Käse und anderen Milchprodukten verarbeitet werde, bleibe auch in den nächsten Monaten wenig Milch für die wirtschaftlich wenig interessante Butterherstellung übrig.

Buttermangel erst im Herbst

Ein effektiver Buttermangel sei zwar gemäss den Hochrechnungen der BOM zwar frühestens im Spätsommer zu erwarten, schreibt die BOM. «Trotzdem möchten wir bereits in diesem Frühjahr mit weiteren Butterimporten sicherstellen, dass die Importbutter über das ganze Jahr regelmässig in privaten Labels abgesetzt werden kann», heisst es weiter. Damit könne man verhindern, dass für die Marken «Die Butter» und «Floralp» ausländische Butter verwendet werden muss.

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