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Bird Life: Die Schweiz ist nur bei einem Biodiversitätsziel auf Kurs

Die Ziele der schweizerischen Biodiversitätsstrategie und der weltweiten Biodiversitätskonvention müssen bis Ende 2020 erreicht sein. Die Bilanz von Bird Life fällt schlecht aus.


Gesamthaft sei die Schweiz nur bei einem einzigen Ziel der Biodiversitätsstrategie auf Kurs, und zwar bei der biologischen Vielfalt des Waldes, schreibt Bird Life Schweiz in einer Mitteilung. Dies zeige eine neue Studie von Bird Life Schweiz. Bei den anderen Zielen finde man bei etwa einem Drittel etwas Fortschritte, bei einem Drittel keine Fortschritte und bei einem weiteren Drittel sogar Entwicklungen in die entgegengesetzte Richtung des Ziels.

International sieht es nicht besser aus

Auch bei der Erreichung der weltweiten Biodiversitätsziele (Aichi-Ziele) sei die Schweiz nur bei einem Fünftel auf Kurs. Bei 35 Prozent der Ziele gab es gar keine Fortschritte, schreibt Bird Life. Die Schweiz tue viel zu wenig für ihre biologische Vielfalt. Immerhin habe der Bundesrat den Handlungsbedarf bestätigt und einen Gegenvorschlag zur kürzlich eingereichten Biodiversitätsinitiative angekündigt.

Vorschläge von Bird Life

Neben der Feststellung, dass die Schweiz was die Biodiversität angeht schlecht abschneidet, führt Bird Life auch einen Vorschlag für ein wirksames Biodiversitätsprogramm aus. Dabei nimmt der Verband nicht nur die Landwirtschaft in die Pflicht, sondern genauso die Forstwirtschaft, den Siedlungsraum und die Gesellschaft im Allgemeinen. Bird Life führt 10 Punkte auf:

  1. Biodiversitätsverträgliche Nutzung der ganzen Fläche in der Schweiz: Sei es im Wald, dem Kulturland, Berggebieten oder in punkto Boden, bedrohte Arten oder Gewässer müssten alle Sektoren wo nötig Massnahmen treffen.
  2. Biodiversitäts-Vorranggebiete: Auf rund 30 Prozent der Landesfläche solle die Biodiversität prioritär behandelt werden. 
  3. Spezifische Artenförderung: Für jene Arten, die von den übrigen Massnahmen zu wenig profitieren können. 
  4. Raumplanung als Mittel zur Sicherung der Biodiversität: Insbesondere sei die ökologische Infrastruktur zu sichern.
  5. Biodiversität in der Gesellschaft: Z. B. Bauen ausserhalb der Bauzonen beschränken, Energieverschwendung stoppen, saisongerecht, biologisch, regional und vorwiegend pflanzlich essen, weniger Verkehr, schonender Tourismus.
  6. Gefahren von der Biodiversität abwenden: Z. B. den Klimawandel begrenzen, Umweltverschmutzung (Pflanzenschutzmittel, Plastik, Nährstoffüberschüsse usw.) und die Einschleppung bzw. Verbreitung invasiver Arten vermeiden.
  7. Grundlagen für die Biodiversität: Mit Strategien, Konzepten und Gesetzen die Artenvielfalt unterstützten und bestehende Regelungen daraufhin überprüfen. Es brauche einen neuen Aktionspaln Biodiversität.
  8. Nötige finanzielle und personelle Ressourcen bereitstellen: Es brauche ein Vielfaches der bisherigen Mittel.
  9. Wissen aufbauen und verbreiten: Mehr Forschung, Wissenstransfer, Bildung, Beratung, Kommunikation und Sensibilisierung für die Biodiversität.
  10. Internationale Verantwortung der Schweiz wahrnehmen 
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Gastbeitrag: Mehr Biodiversität heisst eine teurere Landwirtschaft
24.03.2020
Nach der Meinung von Landwirt Werner Locher müsste man, um die Biodiversität von früher zu haben, auch bewirtschaften wie vor 50 Jahren – das hätte Konsequenzen.
Artikel lesen
Alle wollen die Natur retten und fordern von uns Bauern mehr Massnahmen für die Biodiversität. Die Fakten sind leider schon so, dass dringendes Handeln angesagt ist. Ich werde aber den Eindruck nicht los, dass sehr viele dieser Vorschläge den Zusammenhang zwischen Umwelt und Form der Bewirtschaftung ignorieren. Ich bin in einem Alter, wo ich oft zurückschaue, weil ich nicht verstehen kann, was ...
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