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Biofarm: Empfehlungen für die Herbstsaat und Ausblick auf die Sommerkulturen

Für die Herbstsaat darf die Anbaufläche für Speisehafer weiter ausgedehnt werden. Für andere Kulturen wird empfohlen, die Fläche zu reduzieren.


Publiziert: 25.08.2019 / 16:32

Die Bio-Anbauflächen und somit die Produktion von Bio-Nahrungsmitteln wächst schneller, als sie der Markt für Bioprodukte aufnehmen kann. Denn dieser wird – wie aus einer Medienmitteilung von Biofarm hervorgeht – bereits durch günstige Importprodukte gesättigt. Biofarm kläre daher aktuell mit den Grossabnehmern – insbesondere mit Coop – ab, ob die Importprodukte durch Schweizer Bio-Ernten ersetzt werden könnten.

Herbstsaaten: Empfehlungen

Biofarm rät auf Sorten mit gutem Proteingehalt, aber auch auf die Erfahrungen und die Voraussetzungen des eigenen Betriebs zu setzen.

Brotweizen: Auch mit der Ernte 2020 ist eine vollständige Inlandversorgung noch nicht gegeben. Neu auf der Sortenliste ist Rosatch (Winterweizen Kat. Top) mit sehr hohem Feuchtkleber- und Proteingehalt.

Roggen: Die Ernte von Roggen ist zwar schon abgeschlossen. Biofarm könne aber noch keine definitiven Aussagen über die Ernte machen. Sie rechne aber mit einer guten Ernte und vollen Lagern. Biofarm bittet deshalb, die Flächen zu reduzieren oder gleich hoch zu halten. Neu auf der Sortenliste ist Matador mit einem mittleren Ertragspotenzial, aber guter Standfestigkeit.

Dinkel: Der Markt für Bio-Knospe-Dinkel ist beschränkt, Biofarm sei aber bereit, die Ernte von ihren bisherigen Dinkel-Produzenten und alle GZPK-Sorten zu übernehmen.

Flockenweizen: Der Markt ist beschränkt. Biofarm verfolge aber den Anbau mit den bisherigen Flockenweizen-Produzenten im gleichen Masse.

Speisehafer: Biofarm sei bereit, die Anbaufläche von 370 Hektaren (2019) auszudehnen. Weil die Hektolitergewichte (HLG) der aktuellen Ernte nicht immer ausreichend für die Verwendung als Speisehafer waren, könne laut Biofarm eventuell eine tiefere Saatmenge (1,1 bis 1,3 kg/a) bessere HLG hervorbringen. Biofarm suche noch Produzenten für Sortenversuche mit Eagle und Wiland. Der Aufwand dafür werde entschädigt.

Emmer und Einkorn: Für die Ernte 2020 wird Biofarm, laut eigener Aussage, vermutlich keine neuen Produzenten brauchen. Neu auf der Sortenliste ist Sephora (Emmer) mit guter Unkrautunterdrückung und verbesserten Krankheitsresistenzen gegenüber der Sorte Lux.

Raps: Mit den bisherigen Raps-Produzenten könne der Anbau im gleichen Umfang weitergeführt werden.

Winterlein: Biofarm geht von einer beachtlichen Ernte 2019 aus. Für den Abverkauf reiche der Biofachhandel nicht mehr. Verhandlungen mit Coop würden im Moment laufen. Der Leinanbau müsse allerdings vorübergehend zurückgefahren werden. Der Anbau von Winterlein sei daher nicht möglich.

Frühjahrssaaten: Aussichten

Weil die Lagervorräte teilweise die Möglichkeiten des Absatzes ausreizen und die Verhandlungen mit den Grossabnehmern noch nicht abgeschlossen sind, kann Biofarm keine abschliessenden Empfehlungen zu den meisten Frühjahrssaaten geben.

Sommerhafer, -weizen und -lein: siehe Wintersaaten.

Hirse: Ähnlich wie beim Hafer sind noch Lager vorhanden. Je nach Ergebnis der anstehenden Ernte müsse der Anbau für 2020 reduziert werden.

Sonnenblumen: Bei den Schälsonnenblumen ist der Vorrat sehr gross. Der Sonnenblumen-Anbau müsse deshalb reduziert werden. Neue Produzenten werden nicht mehr aufgenommen.

Senf: Aufgrund des sehr beschränkten Absatzes müsse der Anbau vorübergehend eingestellt werden.

Linsen: Es wird eine ansehnliche Ernte erwarten. Biofarm möchte daher mit den bestehenden Produzenten im gleichen Umfang weitermachen.

Noch bis Ende November kann der Anbau-Vertrag für die Herbstkulturen an Biofarm zugesandt werden. Für ein persönliches Gespräch ist Biofarm ab dem 1. September unter einer neuen Telefonnummer erreichbar: 062 957 80 60.

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