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Bio, IP und konventionell: Was unterscheidet sie noch?

An der GV der Schweizer Agrarjournalisten haben Vertreter der grossen Label und der Praxis intensiv über Unterschiede und Parallelen zwischen den Systemen diskutiert.


Publiziert: 21.06.2019 / 15:58

„Wir sind der einzige Jorurnalistenverband mit stabilem Mitgliederbestand, das freut mich“, sagte Präsident Roland Wyss zum Auftakt der GV der Schweizer Agrarjournalisten (SAJ). Derzeit seien die Mitglieder ja stark gefordert, erklärte der Berner Bauernpräsident Hans Jörg Rüegsegger in seinem Grusswort. Er bestärkte die Fachjournalistinnen und -journalisten darin, bei den laufenden intensiven Diskussionen am Ball zu bleiben und so auch fundierte Inputs für die Publikumspresse zu liefern.

Recherchefond angeregt

Die traktandarischen Geschäfte gingen ohne grosse Diskussionen über die Bühne. Angeregt wurde aus dem Kreis der Mitglieder der Einsatz eines Teils des Vereinsvermögens für einen Recherchierfonds.

Neu in den Vorstand gewählt wurden Kirsten Müller, Redaktionsleiterin des „Landfreunds“ und Jonas Ingold, Redaktionsleiter des LID.  Grosse Pläne hat der SAJ für das Jahr 2022. Im Herbst dieses Jahres organisiert er den Kongress des internationalen Verbands IFAJ.

In 10 Jahren keine Herbizide mehr

Im fachlichen Teil diskutierte man über das Thema „Bio Suisse, IP-Suisse, konventionell, wo liegt künftig der Unterschied?“ Bio Suisse-Präsident Urs Brändli sagte, er staune über das mangelnde Vertrauen in die Ingenieure. Er gehe davon aus, dass man in 10 Jahren aufgrund der Fortschritte bei mechanischer Bekämpfung keine Herbizide mehr verwenden werde. Dabei ist auch IP-Suisse schon weit fortgeschritten, wie Geschäftsführer Fritz Rothen erklärte. Beide waren sich aber einig, dass es bei Fungiziden vor allem bei den Spezialkulturen schwieriger werden dürfte.

IP offen für Gentech-Verfahren

Worin unterscheiden sich die Label weiter? Brändli erwähnte etwa die Gesamtbetrieblichkeit, die Bio Suisse von den europäischen Standards unterscheidet und das Soziale. Hier muss man vor allem bei den umfangreichen Importen alert bleiben, während IP-Suisse nur heimische Ware verkauft. Man werde im Übrigen weiter auf bodenabhängige Produktion setzen und auch auf weniger invasive Gentech-Verfahren wie Crispr-Cas. Fritz Rothen sagte, man sei offen für neue Gentech-Verfahren, da man nicht importieren kann.

Der Konsum entscheidet

Gastgeber Beat Bösiger erklärte, mit Hors-Sol im Suisse Garantie-Gewächshaus produziere man praktisch Bio, mit Ausnahme des Mineraldüngers. Er ist auch an einem Biobetrieb beteiligt und wies auf einen wichtigen Punkt hin: „Ich kann nur produzieren, was gekauft wird“, sagte er mit Bezug auf die nach wie vor bescheidene Bionachfrage.

Brändli: Leider kein Gegenvorschlag

Ein Thema waren natürlich auch die Pflanzenschutz-Initiativen. Brändli wiederholte seine Kritik an der Trinkwasser-Initiative, diese fokussiere zu einseitig auf die Landwirtschaft, dabei sei sie nur ein Abbild der Gesellschaft. Er bedaure hingegen, dass kein Gegenvorschlag beschlossen worden ist.

Rothen: Geld verlieren durch neue Vorschriften

Rothen hingegen erklärte, IP-Suisse sei vehement gegen ein Gegenprojekt, ein solches hätte sehr geschadet. Wenn man im Gesetz neue Vorschriften einbaue, verliere man Geld am Markt, so Rothen, denn die Detailhändler würden die Abgeltung ansonsten an die öffentliche Hand delegieren.

Uneinig war man sich auch in Sachen Pestizidverbots-Initiative. Brändli hält sie für Biobauern für attraktiv, Rothen dagegen findet sie daneben: „Es gibt Bio-PSM mit denen du jeden töten kannst“, sagte er zur Illustration.
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