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Bio fürs Volk - eine Erfolgsgeschichte aus der Ukraine

Die Ukraine bietet mit ihren guten Böden ideale Voraussetzung für den Ackerbau. Der Nuklearunfall in Tschernobyl hat das ukrainische Volk gesundheitlich sensibilisiert. Deshalb hat der Biolandbau in den letzten Jahren stark zugenommen.


Publiziert: 28.06.2018 / 15:28

Vasyl Loban gehört zu den etwa 1 Prozent der ukrainischen Landwirte, die ihr Land biologisch betreiben. Dank eines Entwicklungsprojektes des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL)* kann er seine Produkte nun auch nach Bio Suisse Richtlinien in die Schweiz exportieren. 

Millionen Kleinbetriebe

Der Bio-Landwirt ist kein gewöhnlicher Landwirt. Zu Sowjet-Zeiten war der Ukrainer ein Kampfpilot und musste nach dem Zusammenbruch der UdSSR ein neues Leben beginnen. Er versuchte sich zunächst im Benzingeschäft. Als er damit seinen Lebensunterhalt jedoch nicht bestreiten konnte, wechselte der ehemalige Soldat Anfang der 1990-Jahre in die Landwirtschaft. 

Doch ein leichtes Unterfangen ist das Landwirtschaften in der Ukraine nicht. Die sowjetische Zwangskollektivierung zwang Landwirte ihre Bauernhöfe aufzugeben und sich sozialistischen Grossbetrieben (Kolchosen) anzuschliessen. Nach dem Zerfall teilte man die Kolchosen unter den ukrainischen Landwirten wieder auf. Es entstanden mehrere Millionen Kleinbetriebe von 1 bis 3 Hektar pro Person, welche heute noch weder Land zukaufen noch verkaufen dürfen.

Bio-Betrieb nur durch Pacht

Für seine 500 Hektaren Ackerland in der Region Poltawa, 350 Kilometer östlich von Kiew, hat Vasyl Loban von Hunderten ehemaligen Landwirten Land gepachtet. Vergleichsweise wenig zum durchschnittlichen Ukrainischen Landwirtschaftsbetrieb von 2500 Hektaren. «Für etwa jeden einzelnen Hektar habe ich einen separaten Vertrag abschliessen müssen. Nach 15 Jahren laufen die Verträge ab und ich muss den gesamten Aufwand wiederholen», sagt der Ukrainer wie selbstverständlich und blickt auf sein goldenes Weizenfeld. Seine Pacht bezahlt Vasyl Loban wie jeder andere ukrainische Landwirt mit den erwirtschafteten Produkten. 

Bio für das Volk

Der biologische Landbau hat in den letzten Jahren in der Ukraine stark zugenommen. Der Nuklearunfall von Tschernobyl 1986 sowie der intensive Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln haben mit ihren negativen Folgen auf Natur und Mensch bei der ukrainischen Bevölkerung Spuren hinterlassen. 

Eine neue Generation von ambitionierten Landwirten wächst heran, welche das Allgemeinwohl der ukrainischen Bevölkerung am Herzen liegt und es mit nachhaltigen, gesunden Lebensmitteln versorgen möchte. Und das auf eine ursprüngliche Art wie schon zu Grossmutters Zeiten Ackerland bestellt wurde. 

Auch die stellvertretende Landwirtschaftsministerin Olga Trofimtseva sieht im Biolandbau ein grosses Potenzial. Als mittelfristiges Ziel sollen 20 Prozent Bio in Zukunft angebaut werden.

Fruchtbare Schwarzerde

Ackerbaulich gesehen hat die Ukraine ideale Voraussetzungen dazu: Mit ihren Schwarzerdeböden, welche mehr als 50 Prozent der Landesfläche ausmachen, gehört sie zu den weltweit fruchtbarsten Ländern. Durch ihre geringe Bevölkerungsdichte und den weiten, ebenen Landflächen können in der Ukraine 42 Mio Hektar Ackerfläche bewirtschaftet werden. Mehr als das Zehnfache der gesamten Fläche der Schweiz. Weshalb die Nachfrage auch international stark ansteigt. Doch fehlen staatliche Unterstützungen und Beratungsstrukturen, welche die interessierten Landwirte bei einer Umstellung auf Bio begleiten könnten. 

Und da kommt das Entwicklungsprojekt des FiBLs ins Spiel...

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Den ausführlichen Artikel zum Thema lesen Sie in der BauernZeitung vom 29. Juni 2018.

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*Im Rahmen des Abschlusses des 14-Jährigen Entwicklungsprojektes des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) begleitete eine Gruppe von Schweizer Journalisten das FiBL auf einer Reise durch die Ukraine. Dabei wurden Landwirtschafts- und Verarbeitungsbetriebe besucht, welche FiBL in der Umstellung auf Bio und in ihrem Wissensaufbau unterstützte. Die Reise wurde vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) und dem FiBL gesponsert.

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