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Bio-Böden sind klimafreundlicher

Neuere Ergebnisse vom DOK-Versuch des Fibl zeigen, dass biologisch bewirtschaftete Böden massiv weniger gasförmigen Stickstoff ausstossen als bei konventioneller Anbauweise. Ein Düngerverzicht alleine verringerte die Emissionen jedoch nicht.


Publiziert: 01.04.2019 / 13:55

Der DOK-Versuch des Forschungsinstituts für biologischen Landbau Fiblin Therwil (BL) ist weltweit einzigartig. Der Langzeit-Vergleich (seit 1978) von biologischem, biologisch-dynamischem und konventionellem Anbau fördert immer wieder neue Erkenntnisse zu Tage. Jetzt zeigen die Resultate, dass biologische Systeme den konventionellen in Sachen Stickstoffgas überlegen sind.

Wichtigstes Treibhausgas aus der Landwirtschaft

Stickstoff steigt von Ackerflächen in Form von Lachgas auf. Dieses ist ein Treibhausgas und macht den grössten Anteil der elf Prozent durch die Landwirtschaft emittierten Klimagase aus. Bislang dachte man, pro Tonne Pflanzenertrag werde im biologischen Anbau mehr Lachgas vom Boden abgegeben. Im DOK-Versuch aber waren die Mengen 40 Prozent pro Hektare tiefer und Demeter-Ernten wiesen die niedrigsten Werte pro Ertrag auf.

«Nulldüngung» mit Höchstwerten

Am meisten Lachgasemissionen pro Ertrag gab es im Verfahren «Nulldüngung». Dabei wurde konventionell, aber ohne Wirtschaftsdünger gearbeitet. "Dies belegt, dass nicht allein der Düngerverzicht, sondern eine gezielte Bewirtschaftung mit vielfältiger Fruchtfolge und Hofdünger wie Mist und Gülle zur Aufrechterhaltung wichtiger Bodenfunktionen zur Emissionsminderung im Pflanzenbau führt", folgern die Autoren.

Eine Ausnahme bildete dabei der Mais: Anders als bei Weizen, Kartoffeln, Soja, Kleegras und Soja, zeigten sich beim Mais pro Ertrag keine Unterschiede zwischen biologischer und konventioneller Anbauweise.

Mehr Lachgas – weniger Fruchtbarkeit

Indikatoren der Bodenqualität lagen tiefer, wenn viel Lachgas ausgestossen wurde: PH-Wert, Humus und mikrobielle Biomasse nahmen mit steigenden Emissionen ab. Um die Resultate zu bestätigen, brauche es weitere Versuche in anderen Regionen und auf anderen Böden, so das Fibl.

Bereits jetzt schlussfolgern die Forschenden, dass es mit dem passenden Wissen möglich sein wird, die Anbauweise auch mit Blick auf Treibhausgase zu verbessern.

 jsc

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