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Berner Pferdezuchtverband: So geht es weiter

Man wolle vorwärts schauen, hiess es an der Versammlung des Berner Pferdezuchtverbands. Die Nachfolgefrage für Albreht Dreier war schnell entschieden.


Es war eine der letzten Veranstaltungen, die vergangene Woche noch durchgeführt werden konnte. Der Bernische Pferdezuchtverband traf sich am Donnerstagabend in Belp BE, um unter anderem die Nachfolge von Albrecht Dreier in den Schweizerischen Freibergerverband (SFV) zu klären. Dreier war mit sofortiger Wirkung im Januar als Vizepräsident und Zuchtkommissionspräsident zurückgetreten (wir berichteten). Die Nachfolge war schnell entschieden. Als einziger Kandidat stand Martin Stegmann, Süderen, zur Wahl. Nach Plan hätte der ­ehemalige Rassenrichter am 16. April anlässlich der Delegiertenversammlung des SFV in Riedholz definitiv gewählt werden sollen. Die Versammlung wird aber aus bekannten Gründen nicht stattfinden. Ein mögliches Verschiebedatum ist noch nicht bekannt.

Stucki folgt auf Weissmüller

Weiter gab es ein Mitglied für die Zuchtkommission des SFV zu wählen. Urs Weissmüller, der Berner Präsident, der diesen Sitz bislang innehatte, kann altershalber keine weitere Amtszeit bestreiten, so sehen es die SFV-Statuten vor. Diese Aufgabe soll neu Martin Stucki übernehmen. Das Mitglied des Pferdezuchtvereins Schwarzenburg konnte sich am Donnerstag in der Wahl gegen den zweiten Kandidaten Michel Schaer vom Syndicat Chevalin Bellelay durchsetzen.

Pape-Juillard wird nicht der Rücktritt nahegelegt

Am Donnerstag gaben auch die jüngsten Ereignisse in der Freibergerzucht zu reden. Insbesondere die Tatsache, dass der nachträglich von der Körung ausgeschlossene Siegerhengst Cartoon du Padoc nun nach Deutschland verkauft wurde, liess die Emotionen am Abend ziemlich hochgehen. Einige Züchter kritisierten das Vorgehen seiner Mitbesitzerin Chantal Pape-Juillard, Damvant JU. Der Umstand, dass es sich bei ihr um die Vizepräsidentin des SFV handle, wiege schwer. Nach einer offenen Diskussion entschied die Versammlung, mit zehn gegen neun Stimmen und mehreren Enthaltungen, davon abzusehen, Pape-Juillard vonseiten Berner Verband schriftlich den Rücktritt nahe zu legen.

Lob für die Geschäftsführerin

«Passt auf, dass ihr nicht noch mehr Öl ins Feuer giesst», sagte Hans Gerber, Zauggenried. Dass es nur den Weg nach vorne gäbe, betonte auch die anwesende SFV-Geschäftsführerin Marie Pfammatter. «Es sind Fehler passiert» räumte sie ein. «Wir müssen jetzt diskutieren, was wir machen können, wie wir weitergehen», sagte sie. Die Freibergerzüchterschaft sei keine grosse Welt. «Dass jeder in seiner Ecke sitzt und etwas für sich macht, das geht nicht», ist sie sicher. Es brauche Linien und einen roten Faden. Natürlich sei auch der Fall Cartoon du Padoc ein Thema, aber man könne die Angelegenheit nicht mehr ändern, es sei passiert. Nun gelte es dringend, nach vorne zu schauen. Für ihren Auftritt am Donnerstag letzter Woche erntete die Geschäftsführerin viel Lob. Vereinzelt sogar noch am selben Abend.

Note 5 ist nicht schlecht, sondern der Durchschnitt

Dass die Pferdzucht ein kleines Pflaster ist, zeigte am Donnerstag der Auftritt von Pierre Koller, der zusammen mit Marie Pfammatter den SFV vertrat. Er erinnerte in einem seiner Voten einmal mehr an das Befolgen der Reglements. Er nahm aber am Abend auch den Hut des Hengstaufzüchters und auch des Richters zur Hand, wie er zu Beginn seiner Ausführungen jeweils selbst betonte. Koller sagte unter anderem, dass bei der Pferdebeurteilung eine Note 5 keine schlechte Note, sondern ganz einfach der eigentliche Rassendurchschnitt sei, was in seinen Augen zu gerne vergessen gehe.

Im Vorstand wären neun Leute, nicht nur drei

Die Zucht ist massiv rückläufig. Zum einen sei ein strenges Tierschutzgesetz und die Überalterung der Züchterschaft ein Problem. Viele sind sich am Abend aber auch einig, dass die anhaltenden Unruhen im Freibergerverband kontraproduktiv sind. Die Gründe dafür scheinen vielfältig. Pfammatter erinnert, dass stets von den gleichen Personen im Vorstand des SFV gesprochen werde. Dort sässen aber neun Leute drin, der Verband bestehe nicht einfach aus drei Köpfen.

Bernhard Wüthrich macht den Richterkurs

Dass immer wieder die gleichen Personen ins Visier kommen, kritisierte am Abend auch Bernhard Wüthrich, Rubigen. Er sei nun mehrfach in dieser Zeitung erwähnt worden und sieht den Grund dafür nicht. Er werde den nächsten «Richterkurs» (Einführung in die Selektion des Modells und der Gänge beim Freiberger) absolvieren, wie es für aktive Experten auch gefordert werde. Ein solcher wäre im April geplant und dürfte nun aber aufgrund der geltenden Veranstaltungsverbote verschoben werden. Wüthrich betonte zudem, dass eine Kandidatur in den Vorstand des SFV für ihn nie zur Diskussion gestanden sei.

Hans Wüthrich übernimmt die Seftiger

Um auch anderen Gerüchten Vorschub zu geben, erklärte Fritz Trachsel, dass Albrecht Dreier nicht nur beim SFV, sondern auch als Präsident der Pferdezuchtgenossenschaft Amt Seftigen zurückgetreten sei. «Das steht aber in keinem Zusammenhang und war schon länger so geplant», so Trachsel. Neu präsidiert Hans Wüthrich, Rüschegg-Heubach, die Seftiger. 

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