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Berner Jagdinspektorat stellt klar: Es werden keine Wolfsrisse vertuscht

Das Jagdinspektorat wehrt sich gegen Vorwürfe der Vertuschung und klärt einige wichtige Fragen zum Thema Wolfsnachweis und Risse durch Hunde.


12 Wolfsrisse auf Herbstweiden meldet die Vereinigung zum Schutz von Wild- und Nutztieren vor Grossraubtieren im Kanton Bern in einer Mitteilung. Man sei über diese grosse Anzahl Risse sehr beunruhigt. Ausserdem versuche das Jagdinspektorat die Vorfälle zu vertuschen und man habe daher selbst DNA-Analysen in Auftrag gegeben, um mutmassliche Wolfsrisse abzuklären.

SMS kamen teilweise zu spät

Von Vertuschung könne keine Rede sein, heisst es beim Berner Jagdinspektorat auf Anfrage der BauernZeitung. «Via SMS des Kantons und in der Whatsapp-Gruppe des Berner Bauern Verband «Berner Grossraubtierinfo», werden Informationen vom Berner Jagdinspektorat über Grossraubtiersichtungen und Risse zeitnah weitergeleitet und auf einer Karte abgebildet», erläutert Niklaus Bernhard. Beim letzten Riss habe es allerdings einen technischen Fehler gegeben, räumt er ein. Als Folge seien die SMS teilweise verspätet gesendet worden. Man sei diesbezüglich mit dem Anbieter in Kontakt.

Auf der Karte des Jagdinspektorats sind Präsenz-Meldungen (blau) und Risse (rot) von diesem und letztem Jahr eingezeichnet. (Bild Geoportal Kanton Bern)

Keine Abschüsse geplant

Die oben genannte Vereinigung fordert, Nutztiere reissende Wölfe müssten zum Abschuss freigegeben werden. Schliesslich sei immer behauptet worden, dies wäre auch nach einen Nein zur Revision des Jagdgesetzes möglich.

Laut dem Jagdinspektorat sind momentan im Kanton Bern keine Abschussfreigaben vorgesehen. Die gesetzlich vorgegebene Schwelle für den «erheblichen Schaden an Nutztieren» wurde noch nicht erreicht.

Wölfe seien weiterhin scheu

Auch bei der Frage, ob Berner Wölfe die Scheu vor Menschen verloren haben, widersprechen sich die Vereinigung und das Jagdinspektorat. Erstere ist darüber beunruhigt, dass ein Schaf in Rüschegg-Heubach auf einer Weide «direkt bei einem Restaurant» gerissen worden sei. Niklaus Bernhard hingegen bestätigt nicht, dass die Wölfe im Kanton Bern zu wenig scheu geworden sind. 

Hohe Dunkelziffer von Rissen durch Hunde

Niklaus Bernhard vom Berner Jagdinspektorat beantwortet schriftlich Fragen zum Thema Wolf:

Wie lange dauert eine DNA-Analyse zur Feststellung ob Wolf oder Hund am Werk war?

Niklaus Bernhard: Das Labor der Universität Lausanne hat in der Regel zwischen zwei und vier Wochen, bis ein Resultat vorliegt. Die Dauer ist auch bestimmt von den entnommenen Proben. Nicht alle Proben lassen sich gleich gut auswerten.

Wie häufig sind Risse durch Hunde?

Risse durch Hunde kommen regelmässig vor. Oftmals aber ist der Verursacher von Anfang an klar, so dass wir es gar nicht erst erfahren. Es ist deshalb von einer recht hohen Dunkelziffer auszugehen.

Woher kommen diese Hunde?

Meistens sind es streunende Hunde oder solche, die von den Halterinnen und Halter nicht wirksam unter Kontrolle gehalten werden.

Sind die Untersuchungen zum Riss in Toffen mittlerweile abgeschlossen?

Nein, aber wir gehen in der Zwischenzeit klar von einem Wolf als Verursacher aus, da sich danach in der Region weitere Risse ereigneten. Das haben wir auch so kommuniziert.

Sind im Kanton Bern Wolfs-Hund-Mischlinge festgestellt worden?

Nein.

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