Der Auftritt in Berlin sei für die Schweiz eine absolute Pflicht, weil Deutschland und der internationale Markt für Produzenten von Lebensmitteln und Hersteller von Spezialitäten und verarbeiteten Produkten eine grosse Bedeutung habe, sagte Urs Schneider, Präsident von Agro-Marketing Suisse (AMS) und Vizedirektor des Schweizer Bauernverbandes (SBV), an der Medienkonferenz. Da erstaunt es nicht, dass praktisch die gesamte Palette an Schweizer Käse sowie Wein, Schokolade und Fleischspezialitäten ihren festen Platz am gemeinsamen Schweizer Stand haben. Zudem präsentiert Agrotourismus Schweiz die Vorzüge von "Ferien auf dem Bauernhof" oder "Schlafen im Stroh".

Schweiz muss Beitrag leisten
Bernard Lehmann, Direktor des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW), betonte in seiner Rede, dass die Schweizer Landwirtschaft trotz ihrer knappen Flächen einen wesentlichen Beitrag zur Ernährungssicherheit leisten könne. Dabei müsse berücksichtigt werden, dass auch in der Schweiz noch Verbesserungspotenzial vorhanden sei. "Eine Erhöhung der Produktion muss im Gleichschritt mit einer Verbesserung der Ressourceneffizienz und einer Reduktion der Emissionen bewerkstelligt werden", sagte Lehmann. Gefragt seien etwa ertragsfähigere Pflanzen mit besserer Krankheitsresistenz oder Pflanzenschutzmittel, die nur wo nötig und nur so lange wie nötig wirken.

Aus weniger mehr wachsen lassen
Das Motto der künftigen Jahre heisse "grow more from less", sagte Syngenta-Geschäftsleitungsmitglied Christoph Mäder in Berlin. Es müssten mehr und bessere Nahrungsmittel produziert werden, ohne mehr Ackerland, Wasser, Dünger oder Pflanzenschutzmittel einzusetzen, damit auch künftig die wachsende Weltbevölkerung ernährt werden könne. Mäder rief dazu auf, trotz unterschiedlicher Ansichten über die Landwirtschaft und Ernährung eine pragmatische Diskussion und eine ehrliche Auseinandersetzung mit der Herausforderung der globalen Ernährungssicherheit zu führen.

lid