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Bern: Es braucht 40 Millionen Franken, um den Wald zu retten

Die Berner Waldbesitzer gehen davon aus, dass die Fichte mit den noch verfügbaren Krediten nicht zu halten sein wird. Es brauche ein klares Bekenntnis der Politik, um die wichtigste Baumwart des Kantons noch zu retten.


Der Borkenkäfer verursacht grosse Schäden – und viel Arbeit, denn um noch grösseren Mengen Käferholz vorzubeugen, müssen befallene Stämme weggeführt werden. Die Situation des Waldes ist aktuell prekär, denn es kommen verschiedene Faktoren zusammen:

  • 2019 wurde in der Schweiz gemäss der eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald Schnee und Landschaft (WSL) der zweithöchste je registrierte Borkenkäferbefall registriert. Die Folge sind grosse Mengen befallener Bäume und Käferholz.
  • Wegen der Corona-Krise ist der Holzmarkt eingebrochen.
  • Man rechnet im laufenden Jahr mit einer Massenvermehrung des Borkenkäfers.

Es fehlt die Finanzierung

Bisher konnten die Massnahmen gegen den Borkenkäfer laut Mitteilung der Berner Waldbesitzer BWB massgeblich über den Verkauf des Käferholzes mitfinanziert werden. Nun, mit dem wegen Corona eingeschränkten Holzmarkt, können nur 15 Prozent der erwarteten Menge an Käferholz verkauft werden, so die Schätzung. 

Es braucht 40 Millionen Franken 

Laut dem BWB braucht es für eine wirksame Bekämpfung des Borkenkäfers im ganzen Kanton Bern bis zu 40 Millionen Franken, um befallene Bäume zu fällen und unschädlich zu machen. 

Werden diese Massnahmen nicht rechtzeitig ergriffen, drohe im ganzen Kantonsgebiet eine unkontrollierte Ausbreitung des Schädlings. 

Trotz Kontakt zum BWB wollen die Behörden an den bestehenden Programmen festhalten, so die Mitteilung.

Schutzwirkung in Frage gestellt

Die Finanzierung der Borkenkäferbekämpfung sei zudem dadurch erschwert, dass laut dem Kanton die Kredite für die ordentliche Schutzwaldpflege 2020 bereits «weitestgehend aufgebraucht» seien. Im Mittelland seien die Mittel um 20 Prozent gegenüber 2019 gekürzt worden. 

Diese Gelder werden bei Weitem nicht ausreichen, warnt der BWB. Die Schutzwirkung der Wälder könnte als Folge ungenügender Bekämpfungsmassnahmen durch den Borkenkäfer «ernsthaft in Frage gestellt» werden. 

Es braucht die Politik

Um die vielfältigen Waldleistungen nach Hitzesommern, Borkenkäferinvasionen und Winterstürmen noch erhalten zu können, braucht es nach Meinung der BWB ein klares Bekenntnis der Politik zum Wald. «Die Waldbesitzer sind bereit, ihren Beitrag in Form einer zeitgerechten Bekämpfung des Borkenkäfers zu leisten», schliesst die Mitteilung. 

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