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Bericht über den Klimawandel in der Schweiz: Das steht zur Landwirtschaft drin

Der Bericht des Bundesamts für Umwelt zeigt Ursachen, Folgen und Massnahmen gegen den Klimawandel in der Schweiz. In allen drei Bereichen spielt die Landwirtschaft eine wichtige Rolle.


Der neue Bericht zum Klimawandel biete einen umfassenden Überblick, verspricht das Bundesamt für Umwelt in einer Mitteilung. Zwar ist der Landwirtschaft im Gegensatz zum Wintertourismus kein eigener Abschnitt bei den Auswirkungen gewidmet, trotzdem steht einiges in dem Bericht, das für Landwirtinnen und Landwirte relevant ist.

Das Klima ändert sich und den Boden

Die Prognosen und die Entwicklung unseres Wetters, die sich z. T. bereits heute feststellen lässt, kann man zusammenfassen:

  • Trockene Sommer
  • Mehr Hitzetage
  • Heftige Niederschläge in allen Jahreszeiten
  • Schneearme Winter

In der Schweiz steigt die Temperatur bedingt durch die Topografie doppelt so schnell, wie im weltweiten Durchschnitt. Bis heute sind es 2 Grad. (Karte Bafu)

Als die wichtigste Auswirkung des Klimawandels auf den Boden wird die Zunahme der Erosion genannt. Das könne einerseits Schäden durch Verlust des Oberbodens auf der betroffenen Parzelle auslösen, andererseits durch das Abschwemmen von Schadstoffen und Partikeln auch in der Umgebung oder in Gewässern. Um diesem Problem beizukommen, brauche es entsprechende Anpassungsstrategien in der Landwirtschaft.

Vor allem negative Entwicklungen

Auf die landwirtschaftliche Produktion dürften sich milde Winter wegen verbessertem Überleben von Schädlingen sowie Trockenheit und Starkregen nachteilig auswirken. Hingegen verlängert der Anstieg der mittleren Temperatur die Vegetationszeit. Dafür steigt bei früherem Austreiben das Risiko für Frostschäden. 

Bis zu zwei Drittel weniger Emissionen sollen möglich sein

Für die Verminderung der Treibhausgas-Emissionen aus der Landwirtschaft soll die Agrarpolitik 2022+ eine wichtige Rolle spielen. Als «strategisches Oberziel» schreibt die Klimastrategie Landwirtschaft bisher eine Reduktion um mindestens einen Drittel bis 2050 gegenüber 1990 vor. Dazu beitragen sollen verschiedene Massnahmen, genannt werden:

  • Erhöhung der Effizienz der Tierproduktion
  • Emissionsverminderung bei der Lagerung und Ausbringung von Düngern
  • Der vermehrte Einsatz erneuerbarer Energien

Herausfordernd sei dieses Ziel insbesondere wegen des wachsenden Bedarfs an Nahrungsmitteln. Wenn zusätzlich auch das Konsum- und Ernährungsverhalten angepasst werden könne, sei bis 2050 eine Emissionsreduktion um bis zu zwei Drittel gegenüber 1990 möglich.

Vages zu den Anpassungen

Um mit den Folgen des Klimawandels umzugehen, erläutert der Bericht für verschiedene Sektoren mögliche Massnahmen. Hier verweist man vor allem auf die Agrarpolitik und das Bundesamt für Landwirtschaft. So würden die Forschung zu standortangepassten Sorten und Bewirtschaftung sowie Sensibilisierungsmassnahmen unterstützt. 

«Mithilfe von vorausschauenden Anpassungsmassnahmen können so die sich bietenden Chancen genutzt und die negativen Auswirkungen auf Erträge und Umwelt abgefedert werden», heisst es. 

Den Bericht des Bafu zum Klimawandel finden Sie hier. 

Treibhausgase aus der Landwirtschaft

Gemäss dem Bericht ist die Landwirtschaft für 14 Prozent der gesamten inländischen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich, hauptsächlich in Form von Methan (CH4, aus der Nutztierhaltung) und Lachgas (N2O, v. a. aus dem Abbau von Handels- und Hofdünger auf landwirtschaftlichen Nutzflächen). 

Zuerst Rückgang, jetzt Stagnation

Zwischen 1990 und 2018 sanken die Methan-Emissionen aus der Schweizer Landwirtschaft um 9,9 Prozent. Dieser Rückgang fand vor allem in den 1990ern und bis in die frühen 2000er Jahre statt. Obwohl die durchschnittliche Kuh heute 17 Prozent mehr Methan ausstösst, ist die Methan-Menge pro Liter Milch zwischen 1990 und 2018 um 19 Prozent gesunken. Das liegt an der durch Züchtung um 44 Prozent gesteigerten Milchleistung auf durchschnittlich 7'000 Kilo pro Jahr. 

Gegenüber 1990 sind die Milchproduktion und der Methan-Ausstoss pro Kuh gestiegen, der Milchkuhbestand und die Emissionen pro Kilo Milch aber gesunken. (Grafik Bafu)

Ähnlich sieht es beim Lachgas aus. Auch hier gab es vor allem um die Jahrtausendwende einen Rückgang um 17 Prozent durch verringerten Einsatz von Handels- und Hofdüngern. Danach sind die Werte stabil geblieben. 

Insgesamt sanken die Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft im Vergleich zu 1990 um 14 Prozent.  

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