Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Beim Traktorfahren gibt es viel Potenzial, um Diesel zu sparen

Wird Wissen richtig angewendet, lassen sich bis zu 20 Prozent Diesel und damit mehrere Tausend Franken einsparen.


von Stefan Gfeller, Lehrer und Berater Landtechnik, Inforama Rütti, Zollikofen
Publiziert: 03.08.2019 / 09:17

Auf die Frage: «Wieviel säuft ihr Auto?», weiss fast jede und jeder eine Antwort. Der ältere, süffige 2,4-Liter-Benziner liegt vielleicht bei 11 l/100 km, der neuere sparsamere 1,8-Liter-Turbodiesler etwa bei 5,5 l/100 km, dafür braucht er auf 10 000 Kilometer noch 20 Liter «AdBlue».

Der Verbrauch beim Traktor

Wer kennt die genauen Verbrauchszahlen von seinem Traktor? Bei einer nicht repräsentativen Umfrage in der Region Emmental konnten keine zehn Prozent der Landwirte den Verbrauch ihres Traktors nennen. Um den Treibstoffverbrauch zu senken, muss man diesen jedoch zuerst kennen. Dies lässt sich einfach mit einer Verbrauchsanzeige oder mit der manuellen Aufzeichnung bei jeder Tankfüllung machen. So lässt sich nach der Umsetzung einer Massnahme deren Effektivität überprüfen. Neuere Traktoren verfügen bereits über eine Dieselverbrauchsanzeige, diese gilt es gezielt zu nutzen.

Der Fahrstil und noch mehr

Oft wird bei Eco-Drive-Kursen das Thema «vorausschauendes Fahren» ins Zentrum gestellt. Die dahinter stehenden Grundsätze gelten auch für Traktoren, hier gibt es aber noch viele andere Stellschrauben für die Reduktion des Dieselverbrauchs. So lässt sich beispielsweise bereits durch die Wahl des Anbauverfahrens eine Menge Diesel einsparen. Mit einer reduzierten Bodenbearbeitung lässt sich das Mehrfache an Diesel einsparen. Sind die Anbaugeräte schlecht eingestellt, die Messer unscharf, der Luftfilter beim Traktor verstopft und die Klimaanlage bei offenen Fenstern auf höchster Stufe eingestellt, wird schnell 20 Prozent mehr Diesel verbraucht. Ein Traktor verbraucht je nach Drehzahl und Belastung unterschiedlich viel Diesel. Aus Motortests von Traktoren ist ersichtlich, dass diese im Bereich von zirka 70 Prozent der Nenndrehzahl und einer Beanspruchung der Maximalleistung von ebenfalls zirka 70 Prozent am effizientesten sind. Konkret heisst dies: Wird ein 120-PS-Traktor am sechsteiligen Kreiselheuer betrieben, wird dabei unnötig viel Treibstoff verbraucht, da dieser Motor für diese Arbeit kaum belastet wird.

Eco-Drive-Kurse

Das Inforama und die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) führen im August und September Eco-Drive-Kurse für die Landwirtschaft an folgenden Daten durch:15. und 16. August sowie 11.; 12. und 13. September. Im Kurs werden die Stellschrauben fürs Treibstoff­sparen kennengelernt und die neuen Kenntnisse gleich mit dem eigenen Traktor umgesetzt. Weitere Informationen und die Anmeldung sind zu finden unter: www.inforama.ch/kurse unter der Rubrik Bauen, Landtechnik und Werkstatt.

Traktor richtig einsetzen

Die oben angesprochene Belastung und Drehzahl kann im Teillastbereich mit der richtigen Wahl des Ganges und Zapfwellengeschwindigkeit erreicht werden. Je nach technischer Ausstattung des Traktors ist dies erst mit entsprechenden Kenntnissen des Fahrers möglich. Da ein Traktor inklusive Anbaugeräten oder Anhängern auf der Strasse und im Feld eingesetzt wird, ist die Wahl des richtigen Reifendrucks schwierig. Messungen im Feld haben gezeigt, dass mit einer Anpassung des Reifendrucks der Verbrauch auf der Strasse, respektive auf dem Feld im unteren zweistelligen Bereich reduziert wird. Die ständige Anpassung des Reifendrucks kann jedoch nur mit einer Reifendruckregelanlage sinnvoll durchgeführt werden. Wird auf dem Betrieb häufig zwischen Feld und Strasse gewechselt, kann sich eine solche Anlage finanziell lohnen. Zusätzliche Aspekte wie Boden- und Reifenschonung sind weitere Vorteile einer Reifendruckregelanlage. Die Umsetzung vieler Massnahmen zum Treibstoffsparen kostet kein Geld, sondern im Gegenteil: Es wird Geld eingespart.

 

Werbung
Werbung
Verwandte Themen
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Porträt: "Traktorfahren ist Entspannung"
Christa van der Veer aus Sutz-Lattrigen BE ist Teilzeit-Landwirtin, Kindergärtnerin, Mutter, strategische Partnerin und Namenspatin für ein Regionallabel.
Artikel lesen
Die Bise peitscht das Seeland, die Bäume beugen sich unter den Böen. Sobald man aus dem Zug steigt, nimmt der kräftige Wind dem prächtigen Tag ein wenig das Frühlingshafte. Der Weg zu Christa van der Veer führt nicht übers Feld oder durch den Wald, sondern in ein typisches Einfamilienhausquartier. Das ist nicht ganz zufällig. Van der Veer ist zwar Bauerntochter, aber von einem Leben als Bäuerin ...
Werbung
Werbung
Werbung
Artikel zum Thema
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!