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Begegnung mit einem Wolf – So verhalten Sie sich richtig

Die Wolfsrudel in der Schweiz wachsen und immer öfter werden Wolfssichtungen gemeldet. Auch in Siedlungsnähe kann man vor allem in der Nacht oder am frühen Morgen hin und wieder auf Wölfe treffen. Wenn es zu einer Begegnung kommt, sollte man einige Verhaltensregeln beachten.


Wenn man zu Fuss oder mit dem Fahrrad in einem Wolfsgebiet unterwegs sind, ist eine Begegnung mit Wölfen zwar selten, aber nicht auszuschliessen. Begegnungen auf unter 100m finden in der Regel dann statt, wenn die Wölfe den Menschen noch nicht bemerkt haben. Ein Grund dafür können beispielsweise die entsprechenden Windverhältnisse sein, wodurch der Wolf den Menschen nicht riechen kann. Sobald die Tiere ihn dann wahrnehmen, fliehen sie meist nicht panisch, sondern orientieren sich zunächst einen Augenblick lang bevor sie sich dann zurückziehen. Meistens handelt es sich in solchen Fällen um unerfahrene, neugierige Jungwölfe. Es ist aber auch möglich, dass das Interesse der Tiere an Hunden oder Schafen in der Nähe der jeweiligen Person, den Fluchtimpuls überwog.

Ruhe und Respekt bewahren

Wölfe sind, wie auch Wildschweine, grosse wehrhafte Wildtiere. Begegnen Sie Ihnen mit Respekt. Versuchen Sie nicht, sich einem Wolf anzunähern und schon gar nicht, ihn anzulocken. Lassen Sie ihm Raum für den Rückzug.

Die wichtigsten Verhaltensregeln 

  • Grundsätzlich gilt, dass man sich bei einer Begegnung mit Wölfen ruhig verhalten und Abstand halten sollte.

  • Wenn der Wolf sich nicht zurückzieht und Ihnen die Situation nicht geheuer ist, sprechen Sie laut oder klatschen Sie in die Hände, um sich bemerkbar zu machen.

  • Rennen Sie nicht davon, dies könnte ein Verfolgungsverhalten des Tieres auslösen.

  • Sollte der Wolf sich Ihnen wider Erwarten nähern, bleiben Sie stehen und machen Sie sich gross, versuchen Sie ihn einzuschüchtern. In einem solchen Fall sollten Sie eher einen Schritt auf das Tier zugehen, als zurückweichen.

  • Wölfe können Hunde als Eindringlinge ins eigene Revier oder als Beutetiere betrachten. Halten Sie Ihren Hund immer unter persönlicher Kontrolle oder leinen Sie ihn an.

Wölfe unter keinen Umständen füttern

Unter keinen Umständen sollten Wölfe gefüttert werden. Lassen Sie deshalb unterwegs keine Essenreste liegen und vermeiden Sie sämtliche für Wölfe zugänglichen Futterquellen in Siedlungsnähe. Die instinktive Vorsicht, die Wölfe gegenüber Menschen zeigen, kann verloren gehen, wenn die Tiere positive Reize vom Menschen erfahren. Daraus kann ein problematisches Verhalten des Wolfes entstehen, das in letzter Konsequenz dazu führen kann, dass Menschen verletzt werden.

Aus diesem Grund ist es wichtig, Begegnungen mit Wölfen der Wildhut des jeweiligen Kantons zu melden. Auffälliges Verhalten kann so frühzeitig erkannt und wenn notwendig, entsprechend gegengesteuert werden.

Sind Wölfe in Siedlungsnähe gefährlich?

Seit 1996 sind Wölfe nach und nach in die Schweiz zurückgekehrt. In den über 25 Jahren sind keine Situationen bekannt geworden in denen Wölfe für Menschen gefährlich geworden wären, bestätigt Ralph Manz, der seit 2012 für das Wolfsmonitoring bei der Stiftung KORA arbeitet.

Als Beispiel für problematische Wolfsbegegnungen mit Menschen nennt der Experte jedoch die Wölfe «Kurti» und «Punkti», die im Frühling des Jahre 2016 in Norddeutschland für Aufregung sorgten. Die neugierigen Jungtiere zeigten keine Scheu vor dem Menschen, bettelten Autofahrer sogar um Futter an und forderten Spaziergänger zum Spielen auf. Nachdem Kurti zwei Hunde von Spaziergängern gebissen hatte, wurde er zum «Problemwolf» deklariert und schlussendlich zum Abschuss freigegeben. Sein Geschwister Punkti kam bei einem Autounfall ums Leben. Nach einer Untersuchung stellte sich heraus, dass die Jungtiere auf dem Militärgelände von den Soldaten gefüttert und so futterkonditioniert wurden. Dadurch verloren die Tiere die Scheu vor dem Menschen und suchten Futter in ihrer Nähe.

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