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Beeren von Feld, Wald und Wiese

Beeren in der Schweiz lassen nicht länger auf sich warten. Im Juli haben fast alle Beerensorten Saison. Doch nicht nur auf dem Markt findet sich die Nascherei.


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Brombeeren, Cassis, Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren oder doch lieber die Stachelbeeren? Die Auswahl im Laden ist gross. Da kann man ruhig auch zwei Schalen mitnehmen, wenn nicht schon im eigenen Garten die Ästchen des Beerenstrauchs voll von süssen Früchtchen hängen. Mit der Reife der Spätsorten Himbeeren und Brombeeren wird nun die ganze Farbpalette präsentiert.

Schweizer Beeren sind ein Gaumenschmaus. Egal ob man sie als Konfitüre, in Desserts oder Kuchen, als Kompott, in Smoothies, frisch oder tiefgekühlt zubereitet. Die gesunden Leckereien erfreuen sich grosser Beliebtheit im Sommer. Alle Schweizer Beerensorten enthalten viel Vitamin C und Mineralstoffe.

Beeren auf wilder Bahn

Wer gerne wandern geht, ist sicherlich schon auf wilde Heidelbeeren, Brombeeren oder Himbeeren gestossen. Das Erlebnis dieser kostenlosen Versüssung während einer langen Wanderung ist unvergleichlich.

Mit den vermehrten Ferien in der Schweizer Heimat zieht es viele in die Natur und vor allem in die Berge. Nicht klein ist also die Wahrscheinlichkeit, Heidelbeeren zu finden, die gerne üppig aus dem sauren zentralalpinen Boden spriessen. Davon kann auch mehr als eine Hand voll gegessen werden, doch sollte da einiges beachtet werden: Trotz kleiner Wahrscheinlichkeit des Fuchsbandwurms ist es besser, die Beeren zu ernten, die etwas abgelegener vom Weg wachsen. Wegränder, Kreuzungen und niedrige, bodennahe (unter 80 cm über dem Boden) Beeren sollten vermieden werden. Man kann die Beeren auch zu Konfitüre einkochen, was allfälligen Fuchsbandwurm abtötet. Und man sollte sich natürlich sicher sein, was man pflückt. Die häufigste Verwechslungsgefahr der Heidelbeere ist die Rauschbeere. An sich ist diese nicht giftig, aber sie kann Unwohlsein oder Schwindel hervorrufen. Ein Unterscheidungsmerkmal zur (geschmacklich besseren) Heidelbeere ist unter anderem die Farbe des Fruchtfleischs: Rauschbeeren sind innen weiss, Heidelbeeren blau bis violett.

Wer nicht so gerne müMs mag, findet auch in niedrigen Lagen wildes Beerenobst. Aus der Kindheit kennt man Walderdbeere, -himbeere oder -brombeere. Da gibt es noch die Früchte der Schwarzen Holunder, die reif geerntet und gekocht einen gesunden Saft oder Mus geben. Auch aus den leuchtend orangen Vogelbeeren lässt sich eine leckere Marmelade machen.

Die einheimische Felsenbirne

Nicht so bekannt, aber umso leckerer, ist die einheimische Felsenbirne. Wie auch Apfelkerne enthalten die Kerne der Felsenbirne eine geringe Menge an cyanogenen Glykosiden. Diese werden wieder ausgeschieden, wenn die Kerne nicht verbissen werden. Felsenbirnen kann man frisch vom Baum oder zu Marmelade verkocht verzehren. Wer die Früchtchen noch nicht kennt, darf sich mit der Felsenbirne auf eine Entdeckungsreise von einer fast vergessenen Sommerfrucht begeben.

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