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Beatrice Eichenberger: «Zur Meinungsbildung die Bäuerin fragen»

Beatrice Eichenberger ist Bäuerin in Biglen und Berner Grossrätin. Sie hat für den Verband bernischer Landfrauenvereine einen Meinungsbeitrag nach ihrer Wahl verfasst. Darin schreibt sie, dass die vielgepriesene Normalität vor Corona ein absoluter Trugschluss sei.


In dieser Zeit voller Unruhe, in der es oft scheint, als würde nur noch das Laute und Aufdringliche gehört, wird es plötzlich wieder wichtig, dass wir uns auf Einfaches und Leises besinnen.

Respekt zum Leben und zur Natur

Dass wir uns unsere Werte neu vor Augen führen und wiederentdecken. Die Liebe zu unseren Mitmenschen, den Respekt zum Leben und der Natur sowie die Dankbarkeit für den Wohlstand. Wenn wir es schaffen, der schwierigen Lage möglichst viel Positives abzugewinnen, wird uns der beschwerliche Weg leichter fallen. Optimistische Denkweisen haben immer schon zu mehr Kreativität geführt.

Natur ist stärker als der Mensch

Es gilt zu lernen, dass die Natur stärker ist als der Mensch. Wir zerstören mit unserem Lebenswandel unsere Lebensgrundlagen und Ressourcen. Um nicht an sich selbst arbeiten zu müssen und Einschränkungen in Kauf zu nehmen, weisen wir oft den anderen die Schuld zu. Das ist sehr einfach, wird jedoch nicht die Lösung für die Herausforderungen sein, welchen wir in Zukunft ausgesetzt sein werden. Die vielgepriesene Normalität vor Corona ist ein absoluter Trugschluss. Wenn wir ehrlich sind, wussten wir schon vor der Pandemie, dass es gesamtgesellschaftliche und -wirtschaftliche Veränderungen braucht. Wir würden uns einen besseren Dienst erweisen, wenn wir uns jetzt besinnen und stetig versuchen, positive Erkenntnisse umzusetzen. Dazu gehört für mich auch, dass Sie sich eigene Meinungen bilden und dass Sie die Berichterstattungen in den Medien auf Wahrheit prüfen.

Aufklärungsarbeit leisten

Für mich als Bäuerin steht in diesem Jahr die Aufklärungsarbeit zu den im Juni anstehenden Agrar-Initiativen im Vordergrund. Die Landwirtschaft mit ihren Familienbetrieben hat in den vergangenen 30 Jahren bewiesen, dass sie laufend bestrebt ist, Tierwohl, Produktequalität und Biodiversität zu verbessern. Die Landwirtschaft ist ein Teil des Systems und Teil - so hoffe ich jedenfalls - dieser Gesellschaft. Die Landwirtschaft weist nicht von der Hand, dass es Handlungsbedarf gibt. Es gibt laufende Prozesse von Entwicklungen und Verbesserungen, welche umgesetzt werden. Es gilt jedoch zu anerkennen, dass die Arbeit in der Natur nicht einfach von einer Minute auf die andere umprogrammiert werden kann. Es braucht Zeit und Anpassungen in der gesamten Ernährungsbranche. Raufen wir uns alle zusammen und stehen ein für regionale, gesunde Produkte aus Familienbetrieben, zu fairen Preisen. Der Titel der Trinkwasserinitiative ist aufs äusserste verfänglich. Wir alle wollen sauberes Trinkwasser. Mit nicht sachkundigen und widersprüchlichen Argumenten fahren die Befürworter auf. Fragen Sie die Bäuerin oder den Bauern in Ihrer Nachbarschaft und lassen Sie sich von einem zweifachen Nein zu den Agrar-Initiativen überzeugen.

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