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Baumnüsse: Voller Fett, Vitamine und Geschichte

Baumnüsse gehören zu den ältesten Nahrungsmitteln der Welt. Jetzt beginnt schon bald die Erntezeit der gesunden Nussfrüchte, wobei man nicht nur die Nüsse nutzen kann.


Wer einen Nussbaum (Juglans regia) pflanzt, braucht erst einmal viel Geduld. Denn bis zu zehn Jahre können vergehen, bis der Baum die ersten Früchte trägt. Nussbäume können bis zu 35 Metern hoch und 150 Jahre alt werden – das Warten lohnt sich also. Und das ist schon seit je her bekannt: Der Nussbaum gehört zu den ältesten Nahrungsmitteln der Erde. Bereits in der Steinzeit sammelten die Menschen die nahrhafte Nuss. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass die Baumnuss ursprünglich aus Syrien und der Türkei stammt. Heute sind die USA neben China, Italien und der Türkei das Hauptanbauland.

Nur noch einsammeln

Doch auch in der Schweiz gibt es Baumnüsse. Die optimale Erntezeit ist von September bis Oktober. Dann sind die Nüsse noch von einer grünen, harten Schutzhülle umgeben. Fallen sie zu Boden, platzt diese meist und die Nüsse müssen nur noch aufgesammelt werden. Am besten werden die Nüsse anschliessend sorgfältig getrocknet, damit sich kein Schimmel bildet und die Nüsse den ganzen Winter über haltbar sind. Baumnüsse eigenen sich auch zur Gewinnung von Öl für die kalte Küche. Dieses sollte an einem kühlen und dunklen Ort gelagert werden. So ist das Öl bis zu 12 Monaten haltbar.

Fungizid und Farbstoff

Die Blätter und die unreifen, grünen Fruchtschalen der Baumnüsse enthalten Juglon. Der Stoff wird vom Regen aus dem Laub ausgewaschen und im Boden zersetzt, wodurch er das Wachstum anderer Pflanzen unter dem Walnussbaum hemmt. Das verschafft der Pflanze einen Vorteil gegenüber möglicher pflanzlicher Konkurrenz. 

Juglon wirkt ausserdem als Fungizid und ist ein natürlicher Farbstoff: Es färbt Haare braun oder rot (Fruchtschalensud) und Textilien gelb (Blättersud). Daher sollte man beim Baumnüsse-Sammeln auf die Kleider achten, die Flecken gehen nur schwerlich wieder aus. Auch die Haut nimmt schnell Farbe an, die sich aber abwaschen lässt. 

Kraftpaket mit vielen Vorteilen

Botanisch gehören die Baumnüsse zu den Nussfrüchten. Die Baumnuss ist mit einem Fettanteil von fast 70 Prozent sehr kalorienreich. Doch sind die darin enthaltenen Fette sehr wertvoll, da sie aus mehrfach ungesättigten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren bestehen. Diese Fettsäuren haben einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System. Nebst gesunden Fetten enthalten Baumnüsse viele Vitamine und Mineralstoffe. So ist mit einer Portion Nüsse (20 bis 30 Gramm) bereits 60 Prozent unseres täglichen Vitamin-E-Bedarfs gedeckt. Die Nüsse enthalten aber auch Vitamine der B-Gruppen, Kalium, Zink, Magnesium, Eisen und Kalzium.

Süss oder salzig ein Genuss

Erst das Rösten gibt der Baumnuss einen intensiven nussigen, wenn auch leicht bitteren Geschmack. Dieser passt gut zu anderen Aromen wie: Zimt, Muskat, Ahornsirup, Kaffee, Schokolade, Honig, Anis, Birne, Kirsche, Broccoli, Basilikum und Chili.

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