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Bauernverband Uri: Statt Tierzahl nun Fläche massgebend

Ein neues Beitragssystem wurde an der Generalversammlung beschlossen.


Die 84. Generalversammlung des Bauernverbands Uri fand vergangene Woche nur wenige Stunden nach Bekanntgabe der verschärften Vorschriften des Bundes statt. Trotzdem erschienen zahlreiche Mitglieder und Gäste, darunter auch Urs Schneider vom Schweizer Bauernverband, der das Referat über die Sorgen und Nöte der Bauern hielt.

Lebensmittel statt Papier

Der Präsident des Bauernverbands Uri, Wendel Loretz, wies darauf hin, dass die AP 22+ eine gehörige Korrektur nötig habe, damit Lebensmittel produziert werden könnten und nicht beschriftetes Papier. «Sind wir in der Schweizer Landwirtschaft auf dem richtigen Weg? Können wir wirklich noch grüner werden und macht es Sinn, uns gesetzlich zu verpflichten, weniger zu produzieren?», fragte er. Damit nahm er die Meinung zu den bevorstehenden Abstimmungen zum geänderten Jagdgesetzes, zur Trinkwasser- und Pestizidverbots-Initiative vorweg. Erstere soll angenommen und die beiden anderen sollen abgelehnt werden.

Erfreut zeigte sich Loretz über die Urner Regierungsratswahlen. Bekanntlich wurden auch zwei Landwirte gewählt.

Der Jahresbericht gab Einblick in die reich befrachtete Aufgabenliste des Verbandes.

Neues Beitragssystem

Obwohl die Kasse einen Gewinn von 3400 Franken für 2019 auswies, schlug der Vorstand den Anwesenden ein neues Beitragssystem vor. Bei diesem stand nicht etwa eine versteckte Erhöhung der Beiträge im Vordergrund, sondern lediglich eine Anpassung an die anderen Verbände. Neu sollen nicht mehr Beiträge für Grossvieheinheiten (GVE) entrichtet werden, sondern Flächenbeiträge. Die Anzahl GVE und Betriebe nähmen ab und damit auch die Einnahmen für den Verband, meinte Wendel Loretz. Die Anzahl Hektaren würden weniger schwanken. Das neue System garantiere eine ausgeglichene Rechnung. Die Anwesenden nahmen die entsprechende Statutenänderung einstimmig an. Neu wird über Höhe und Art des Mitgliederbeitrages jeweils an der Generalversammlung abgestimmt.

Ehre für Isidor Baumann

Zum ersten Mal ehrte der Verband die erfolgreichen Schulabgänger von Seedorf, um der Ausbildung noch mehr Gewicht zu verleihen. Der langjährige Kassier Peter Arnold wurde mit vier Stabellen und viel Lob verabschiedet. Andreas Baumann aus Meien wurde als neuer Meisterlandwirt geehrt und als Höhepunkt der Versammlung erhielt Alt-Ständerat Isidor Baumann die Ehrenmitgliedschaft. Als Schafhalter bekam er nicht eine Erinnerungstafel, sondern ein Schaf. Isidor Baumann kam 1988 in den Vorstand und präsidierte ihn von 1992 bis 1998. Die Gründung der Beratung, die Agro-Treuhand, ist ihm zuzuschreiben. Er war langjähriger Landwirtschaftsdirektor, war Initiant des Gegenvorschlages zur Ernährungssicherheits-Initiative, den das Volk gut hiess. Isidor habe diese Ehrung verdient, da er den Kontakt zur Landwirtschaft nie verloren habe, so Wendel Loretz. Der anwesende Landammann Urban Camenzind gratulierte, warnte vor Panik wegen des Coronavirus und nannte die AP 22+ ein Sammelsurium, das für Uri schwierig umzusetzen sei.

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