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Bauernkinder sind weniger geplagt von Asthma und Allergien - Dank der Zusammensetzung der Mikroflora

Auf den Mikrobenmix im Hausstaub kommt es an: Ist der ähnlich, wie auf einem Bauernhof, haben die Kinder weniger Allergien. Das zeigt eine finnische Studie. Der Grund dafür ist noch nicht vollständig klar.


Publiziert: 20.06.2019 / 14:39

Bauernhofkinder sind weniger allergisch als Stadtkinder. Sie leiden auch weniger häufig an Asthma. Das hat der Schweizer Schularzt Markus Gassner bereits in den 80er Jahren festgestellt. Seither suchen Forschende nach Gründen dafür. 

Bakterienmix macht den Unterschied

Diese Woche publizierte ein finnisches Forschungsteam eine neue Studie, wie die BernerZeitung berichtet. Die Forscher untersuchten den Hausstaub von 395 finnischen Haushalten. Sie stellten fest, dass die Zusammensetzung des Staubs eine Auswirkung auf die Gesundheit der Kinder hat: Kinder mit geringerem Asthma-Risiko wohnten in einem Haushalt, der ähnliche Mikroorganismen im Staub hat, wie ein Bauernhof. Dabei spielte die Menge an Bakterien und anderen Mikroben keine Rolle. Relevant war vielmehr die konkrete Zusammensetzung des Mikrobenmixes.

Bakterien aus dem Boden

Es sei also nicht der besondere Lebensstil auf dem Bauernhof, der Kinder besser vor Asthma oder anderen allergischen Reaktionen schütze, sagt Mitautorin Erika von Mutius. Es konnten zwar Bakteriengruppen identifiziert werden, die im Boden leben und von draussen in den Haushalt gelangen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, ist auf dem Bauernhof grösser. Doch auch hier scheint es um den Mix zu gehen: "Wir konnten keine einzelne Bakterienart isolieren, die wir für den positiven Effekt verantwortlich machen können", so von Mutius.

Wie die Mikroflora auf Bauernhöfen genau entsteht und welche Komponenten nun welchen Einfluss haben, bleibt nach wie vor offen. Von Mutius rechnet trotzdem damit, dass die Erkenntnisse aus der Studie künftig für eine Asthmaprophylaxe genutzt werden können.

Darmparasiten als andere These

Das Thema Allergie wird fleissig erforscht. Eine andere These besagt zum Beispiel, dass parasitäre Würmer allergische Reaktionen unterdrücken können. Allergien sind Autoimmunkrankheiten. Das eigene Immunsystem reagiert auf Fremdstoffe wie Pollen oder Staub und verursacht Abwehrreaktionen wie Niesen. Besiedeln Würmer den Darm, hat das Immunsystem genug zu tun. Es kann nicht auch noch mit einer Allergie überreagieren. Auch hier könnten Bauernhofkinder im Vorteil sein. Sie kommen öfter mit Tieren in Kontakt. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie von Würmern befallen sind, ist höher als bei anderen Altersgenossen. 

Weshalb Bauernhofkinder weniger von Allergien geplagt sind, als etwa Stadtkinder, ist also bis heute nicht vollständig geklärt.

 

 

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