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«Bauer, ledig, sucht…»: Älpler Hansueli

Während Hansueli im Winter einen Heimbetrieb mit Milchkühen, Jungvieh, Mastkälbern und Appenzeller Geissen betreibt, verbringt er die Sommermonate mit zahlreichen Tieren auf der eignen Alp. Der aktive Jungbauer erhofft sich, bei «Bauer, ledig, sucht…» eine tierliebe und lebenslustige Partnerin zu finden.


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Hansueli hält auf den 16 Hektaren seines Heimbetriebs rund 36 Milchkühe, 20 Jungviecher, 20 Mastkälber und 12 Appenzeller Geissen. Auf dem Familienbetrieb betreibt er hauptsächlich Milchwirtschaft, Aufzucht und Mastbetrieb. Die Industriemilch wird dabei direkt von seinem Hof in eine Milchsammelstelle geliefert. Auch 10 Hektaren Wald gehören zu Hansuelis Betrieb.

Im Stall stehen Hornkühe

Er und seine Familie haben sich bewusst für die Haltung von Hornkühen entschieden. Es macht ihnen Freude, die Kühe so zu lassen, wie sie auf die Welt gekommen sind. Obwohl die Pflege der Hörner zusätzliche Arbeit macht, sehe es optisch einfach schön aus, erläutert Hansueli. Probleme hatten sie damit bisher nicht, denn im grossen Laufstall hat es genug Platz. Auch sei die Anzahl an Tieren entscheidend, erklärt der Bauer im Interview. Gerade auf der Alp werden die Kühe immer wieder von Wanderern und Touristen bestaunt. Eine Hornkuh verkörpere eben immer noch die klassische Vorstellung einer Kuh, so der Appenzeller.

Drei Alpbetriebe und ein Haufen Tiere

Auf dem Heimbetrieb ist Hansueli nur im Winter anzutreffen, denn im Sommer verbringt der 36-Jährige vier Monate auf der Alp. Seine Familie besitzt eine eigene Alp, daneben pachtet er zusätzlich zwei angrenzende Alpen. Auf den drei Alpbetrieben sömmern nicht nur seine eigenen Kühe, Rinder und Geissen, sondern auch 35 weitere Tiere von anderen Bauern. Die Milch wird während der Sommermonate in die Alpkäserei Schwägalp geliefert.

Ausserdem sind auf Hansuelis Alp rund 30 Alpsauen zu finden, die am Ende des Sommers geschlachtet werden. Das Fleisch und die Fleischerzeugnisse kommen zum einen an der Metzgete im Dorf zum Einsatz, zum anderen wird das Fleisch per Direktvermarktung verkauft.

Herdenschutz lohnt sich nicht

In diesem Sommer kam es auf der Alp seines Nachbarn zu Wolfsrissen, was auch Hansueli etwas beunruhigte. Glücklicherweise wurde er aber bisher vor Wolfsrissen verschont. Er schützt seine Geissen vor dem Wolf, indem er sie in der Nacht einfachheitshalber in den Stall sperrt. Da er nur wenige Geissen besitzt, würden sich teure Herdenschutzmassnahmen nicht lohnen, erklärt der 36-Jährige. Sie seien vor allem ein Hobby der Eltern, grosse Investitionen kämen dafür nicht in Frage.

Familienbetrieb vor 2,5 Jahren übernommen

Nachdem Hansueli mit seinem Vater zuerst eine Generationengemeinschaft gegründet hatte, übernahm er den Familienbetrieb vor rund 2,5 Jahren. Während der Heimbetrieb mütterlicherseits in den Familienbesitz kam, gehörte die Alp ursprünglich der Familie seines Vaters. Seit dem letzten Sommer arbeitet Hansueli Vollzeit auf dem Hof und betreibt ihn zusammen mit den Eltern. Im Sommer hilft ein Zivildienstleistender von Montag bis Freitag mit der Arbeit auf der Alp, ansonsten bewältigen sie die Aufgaben alleine.

Zuvor arbeitete der Bauer 15 Jahre lang auf dem Bau, wo er auch das Handwerk des Zimmermannes erlernte. Obwohl er den Beruf nie offiziell lernte, baut er sich momentan mit der Hilfe seines Bruders ein eigenes Haus im traditionellen Appenzeller-Look auf dem Hof. Vor wenigen Jahren war er bereits am Bau des grosszügigen Laufstalles auf dem Heimbetrieb beteiligt.

Mit der Rinderherde durch Australien

Hansueli war schon immer klar, dass er den Hof eines Tages übernehmen möchte. Denn der tierliebe Landwirt erfreut sich insbesondere der Arbeit mit den Kühen. Falls er den Hof nicht hätte übernehmen können, hätte er sich auch vorstellen können, mit einer Rinderherde durch Australien zu ziehen, erklärt Hansueli amüsiert am Telefon. Tatsächlich verbrachte der Landwirt schon einige Zeit in Neuseeland, Australien unde Südkorea.

Nebst der Arbeit mit den Kühen, kann sich Hansueli auch für die betriebswirtschaftlichen Themen begeistern. Leider sei man in der Milchwirtschaft doch eher an fixe Bestimmungen gebunden und könne nicht viel selber entscheiden, erklärt der Bauer.

Die Auswirkung der Pandemie spürt man später

Während der Corona-Pandemie habe sich für Hansueli grundsätzlich nicht sonderlich viel verändert. Einzig die Schaukäserei habe weniger Käse verkauft, da es im Sommer an Touristen fehlte. Man werde die Auswirkungen der Pandemie wohl erst in einigen Jahren wirklich spüren, fügt Hansueli an.

Mehr zum Bauern

Hier geht es zum Videoporträt von Hansueli.

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