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Bäuerinnenporträt: Für Maria Stadelmann bedeutet Selbstgemachtes ein Gewinn an Lebensqualität

Maria Stadelmann ist eine von über 200 Frauen, die nach bestandener Prüfung den Fachausweis Bäuerin per Post bekommen wird. Da Corona-bedingt keine Übergabefeier stattfindet, hat sie die BauernZeitung zu Hause besucht.


«Die Ausbildung Bäuerin FA gab mir für viele Dinge einen neuen Zugang. Früher suchte ich nach Rezepten, heute öffne ich den Kühl- oder Vorratsschrank und koche», stellt Maria Stadelmann fest. Im «Dreimädelhaus» auf dem Bauernhof Luchtern in Escholzmatt wuchs sie auf.

Abschlussfeier Bäuerinnen

Die Beliebtheit der Bildung Bäuerin ist ungebrochen. Letzten Herbst absolvierten 119 und diesen Frühling 147 Kandidatinnen die Berufsprüfung Bäuerin mit Fachausweis (FA). Der Grossteil von ihnen wird in diesen Tagen ihren FA zugeschickt bekommen.

Online statt vor Ort

Wie bereits im vergangenen Jahr kann die FA-Feier Corona-bedingt nicht im gewohntenRahmen abgehalten werden. Zwar plante der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband (SBLV) an der Liebegg (4. Juni) und am Aarenenberg (25. Juni) zu feiern. Nun wird es aber zwei Online-Veranstaltungen geben.­

Bäuerinnen-Juni

Die BauernZeitung hält Sie über die Abschlussfeiern der Bäuerinnen auf dem Laufenden, sei es in der Printausgabe oder via unten stehendem Link (ab 4. Juni abends). Ausserdem porträtieren wir den ganzen Juni hindurch spannende Bäuerinnen und werfen einen Blick auf den Wandel, den diese Weiterbildung durchgemacht hat.

Mehr Infos zu den Feiern: www.bauernzeitung.ch/abschluss-2021

Das beste halbes Jahr

Maria Stadelmann machte die Ausbildung zur Kauffrau auf der Gemeindeverwaltung. Aktuell arbeitet sie in einer 100-Prozent-Anstellung als Stellvertreterin des Gemeindeschreibers der fusionierten Gemeinde Escholzmatt-Marbach. «Ich habe mich immer für die Bäuerinnenschule interessiert, zuerst gab es aber auf der Verwaltungsebene eine Weiterbildung», sagt Maria Stadelmann.

Von Januar bis Mai 2016 passte dann alles, sie besuchte den Vollzeitkurs am Inforama Hondrich im Berner Oberland. «Dies war bis jetzt eines der besten halben Jahre meines Lebens. Es war anders als der Arbeitsalltag.» Die Lage des Hondrichs sei ähnlich wie im Entlebuch, und sie wollte ins Internat. «Dies war der Entscheid für diese Schule», meint sie rückblickend.

Maria Stadelmann genoss die gute Stimmung in der Klasse, sowie das gemeinsame Lernen und Ausprobieren. «Ich war unter anderem am Webstuhl und machte Bergkäse. Dies waren gute, neue Erfahrungen», sagt sie begeistert.

Die Bauern Zeitung fragt:

Wie haben Sie die Prüfung für den Abschluss Bäuerin FA erlebt?
Vor der mündlichen Prüfung war ich sehr nervös. Ich habe mir extra freie Tage genommen um mich in Ruhe vorzubereiten. Bei der schriftlichen Projektarbeit galt es, Ausdauer zu haben.

Haben Sie nach dem Abschluss mit Fachausweis etwas Spezielles vor?
Ja, wenn die Kühe auf der Alp sind und Corona es zulässt, lade ich meine ganze Familie zu einem feinen Essen ein. Dies ist bei uns Tradition. Jeder Abschluss wird gefeiert.

Haben Sie mit dem Gelernten ein bestimmtes Ziel oder ein Vorhaben vor Augen?
Ich will das Gelernte aus der Bäuerinnenschule und dem Abschluss in den Alltag mitnehmen. Brot, Konfitüre, Sirup und anderes mehr will ich vermehrt selber machen. Vor allem der Quark soll ein ständiger kulinarischer Begleiter werden.

Gut, aber anders

Maria Stadelmanns Projektarbeit hatte den Titel «Selbstversorgung mit Milchprodukten erhöhen». Darin hat sie die Module Milchverarbeitung, Ernährung und Verpflegung, sowie Haushaltführung vertieft. «Die Quintessenz davon ist: Die Selbstversorgung mit Milchprodukten ist wegen der Kleinstmengen nicht rentabel. Selber hergestellte Produkte sind aber ein Gewinn an Lebensqualität.»

Die Bäuerin fand es genial, sich intensiv mit Milch und Rahm, Butter, Ziger, Joghurt, Hüttenkäse und Quark zu beschäftigen. Es faszinierte sie, dass sie aus dem gleichen Ausgangsprodukt viele verschiedene Sachen herstellen kann. «Wir sind eine Geniesser-Familie und schätzen eigene Produkte. Selbstgemachtes und Gekauftes kann man oft nicht vergleichen. Beide sind gut, aber anders», weiss Maria Stadelmann.

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