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Avenir Suisse: Ineffiziente kantonale Landwirtschaftspolitik reduziert Schweizer Wohlfahrt

In einer Analyse findet Avenir Suisse grosse kantonale Unterschiede bei den Ausgaben für die Landwirtschaft und der Effizienz des Vollzugs. Um den «gesamtschweizerischen Wohlfahrtsverlust» zu bekämpfen, müsse man die Agrarpolitik stärker regionalisieren.


Mit einem eigens entwickelten «Agrarindex» vergleicht Avenir Suisse die Kantone hinsichtlich ihrer Ausgaben für die Landwirtschaft und dem Personalaufwand für Landwirtschaftsämter. In 23 Kantonen überstiegen die steuerfinanzierten, öffentlichen Ausgaben die Nettowertschöpfung der Landwirtschaft, heisst es in einer Mittelung. Das führe zu einem volkswirtschaftlichen Wohlfahrtsverlust in der ganzen Schweiz. 

Vor allem Bern und Graubünden stark im Minus

Die volkswirtschaftliche Nettowertschöfpung der Landwirtschaft (berechnet als  Nettowertschöpfung zu Herstellungspreisen des Sektors minus Ausgaben der öffentlichen Hand (Bund, Kantone und Gemeinden) zugunsten der Landwirtschaft) sei besonders tief im Minus in den Kantonen Graubünden und Bern. Das hänge mit dem hohen Anteil Flächen in der Bergzone zusammen.

Hingegen sind die Zahlen für das Wallis besser, weil in diesem ebenfalls bergigen Kanton die Nettowertschöpfung durch den Anbau hochwertiger Produkte wie Weintrauben angehoben werde.

Es lässt sich daraus schliessen, dass Kantone, grossen Anteilen in der Begzone besonders gut abschneiden, wenn sie über den Rebbau hochpreisige Produkte herstellen.

Ausrichtung kritisch hinterfragen

Bei negativer kantonaler Nettowertschöpfung sollte man nach Ansicht von Avenir Suisse die Ausrichtung der der Landwirtschaftsbetriebe «kritisch hinterfragen»:

  • Direktzahlungen könnten nicht an den Standort angepasste Strukturen fördern
  • Was angebaut wird, sollten Landwirte selbstbestimmt entscheiden können, und zwar möglichst ohne Beeinflussung durch Beiträge auf einzelne Kulturen oder Bewirtschaftungsmethoden.Mit zu viel Direktzahlungen fehle der Anreiz, die Produktion an der Marktnachfrage auszurichten. 
  • «Vereinzelt» sei zu prüfen, ob man die Vergandung nicht mit einer kostengünstigeren Bewirtschaftungsmethode ohne Nahrungsmittelproduktion verhindern könnte. 

In St. Gallen braucht es 18 mal weniger Beamte pro Betrieb

Während im Kanton Genf die höchsten Bürokratiekosten für die Landwirtschaft anfallen, geht St. Gallen als Erstplatzierter aus dem kantonalen Vergleich hervor. In diesem «bürokratie-schlanksten» Kanton brauche man 18 mal weniger Agrarbeamte pro Betrieb, hat Avenir Suisse berechnet. 

Kantone sind unterschiedlich grosszügig

Weiter wurde verglichen, wie viel Geld die Kantone zusätzlich zu den Bundesbeiträgen für die Landwirtschaft ausgeben. Am grosszügigsten sei hier der Kanton Genf (58 Prozent zusätzliche Mittel, gemessen an den Bundesgeldern), Bern sei am sparsamsten mit acht Prozent.  

«Fünf Erkenntnisse für eine wertschöpfungsstarke Landwirtschaft»

Avenir Suisse zieht aus ihrer Analyse folgende Schlussfolgerungen:

  1. Die Agrarpolitik sollte stärker regionalisiert werden. So könne man verhindern, dass die Produktion auf Direktzahlungen statt den Markt ausgerichtet und dadurch Innovation und Wertschöpfung verhindert werden. 
  2. «Die reine Subventionerung» zur Strukturerhaltung sei einzustellen. Stattdessen solle man Positive Externalitäten der Landwirtschaft (z.B. Pflege der Landschaft) abgelten und regionale Präferenzen stärker berücksichtigen.
  3. Es brauche mehr Freiraum und weniger administrativen Aufwand für Landwirte. Das stärke das Unternehmertum.
  4. Die kantonale Agrarbürokratie sei « substanziell im zweistelligen Prozentbereich» abzubauen.
  5. Nahrungsmittelproduktion sei nicht in allen Regionen die kostengünstigste Methode zur Bekämpfung der Vergandung
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