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Auswandererblog: Schwierige Zeiten für Hof und Familie

Gerade die Weihnachtszeit, die eigentlich besinnlich sein sollte, ist keine leichte für Mirka Lötscher und ihre Familie in Nicaragua. Zu verschiedenen Krankheiten kommt das verschärfte Sicherheitsrisiko für Mensch und Tier. So werden immer wieder Rinder gestohlen in letzter Zeit.


Publiziert: 23.12.2015 / 07:28

Wir stecken in organisatorischen Veränderungen, was an unseren Kräften zehrt. Zudem ist gerade im Dezember eine aufwändige Aufgabe zu bewältigen: die Kühe müssen bewacht werden, weil sich in dieser Zeit die Rinderdiebstähle häufen. Obendrein suchte uns und unsere Nachbarn auch noch eine schwere Grippewelle heim.

Die Umstände auf der Finca haben sich verändert. Meine Haushaltshilfe und Nachbarin verliess die Finca vor etwa zwei Monaten aufgrund von Problemen mit uns und mit ihrem Partner Juan, unserem Chefarbeiter. Inzwischen haben sich die beiden wieder versöhnt und sie lebt mit ihrer Tochter bei Juans Eltern, etwa eine Reitdistanz von etwa 40 Minuten von uns entfernt. Juan geht nun häufig zu ihr nach Hause.

Dadurch fehlt uns eine Person, die Haus und Hofbewachen sollte, denn wir lassen unser Heim aus Sicherheitsgründen nie länger alleine. Wir können deshalb tagsüber nicht mehr so spontan weggehen. Sobald es richtig dunkel wird, möchte Jaime Dario und mich unter keinen Umständen mehr ohne Schutz einer bewaffneten männlichen Person alleine lassen. Das tönt zwar ziemlich verrückt und übertrieben, aber man hört hier ab und zu von so entsetzlichen Überfällen, dass man sich vor dergleichen schon schützen möchte, auch wenn die Wahrscheinlichkeit sehr klein ist.

Das macht alles so kompliziert. Wenn Jaime später als erwartet nach Hause kommt, er von Freunden für eine Krankenfahrt gerufen wird oder aus einem anderen Grund wegbleibt, müssen wir jemanden organisieren, der die Finca bewacht. Eine allzu grosse Auswahl an vertrauenswürdigen Personen haben wir leider nicht. Ein Nachbar übernimmt diese Aufgabe zwar gerne, ist aber natürlich nicht jederzeit dafür abkömmlich.

Gerade im Dezember wäre es von Vorteil, mit mehreren Hilfspersonen rechnen zu können, denn es ist die Zeit häufiger Rinderdiebstähle. Die Rinder müssen so oft wie möglich bewacht werden. Jaime verweilt abends – am liebsten zu zweit - eine Weile bei den Kühen auf der Weide. Zudem gibt er gelegentlich einen Warnschuss in die Luft ab, um den Dieben zu zeigen, dass der Besitzer die Tiere bewacht und bewaffnet ist. Nun, da Juan oft nicht da ist, muss Jaime diese schlafraubende Aufgabe alleine übernehmen oder er muss entscheiden, die Kühe unbewacht zu lassen, weil er Dario und mich nicht alleine lassen will. Bis jetzt wurden wir aber verschont.

Zu all dem Mehraufwand kommt hinzu, dass Jaime an einer schweren Grippe erkrankte, die an seinen Kräften zehrt. Aber nicht nur ihn hat es erwischt. Auch die Familie unserer neuen Haushaltshilfe und später auch noch Dario wurden krank. So musste auch ich doppelte Arbeit leisten. Mich traf die Grippe zum Glück nur schwach. Mit Dario fuhr ich schlussendlich nach Matagalpa zu unserem Kinderarzt, und wir blieben zur Genesung ein paar Tage bei meiner Schwägerin. Bei unserer Rückkehr erfahren wir, dass Jaime bei einem Motorradunfall das linke Bein verletzt hat.

Mirka Lötscher

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