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Auswandererblog: Regen fordert gewissen Anpassungen

Es regnet zwar nicht so häufig, wie man es von früheren Regenzeiten kennt, aber wenn es regnet, fällt mehr Regen als die Strassen von Managua ableiten können.


Publiziert: 07.08.2017 / 15:01

Ich war sehr dankbar, dass ich ein paar Wochen in der Schweiz verbringen durfte. Trotzdem bin aber wieder gerne „nach Hause“zurückgekehrt. Auch Dario empfand es als ganz normal wieder nach Nicaragua zu reisen. Für ihn gehören diese Wechsel einfach zu seinem Leben.

Jaime nutzte unsere Ferienzeit, um den Pickup voll auf der Finca einzusetzen. Da wir immer mit dem Pickup nach Managua zur Schule fahren, steht er für Einsätze auf der Finca nur am Wochenende zur Verfügung. Nun konnte er bereits den ersten Schnitt des Taiwangrases silieren.

In der letzten Regenzeit machten wir mit dem Einfüllen eines zweiten Schnittes ins Flachsilo, gute Erfahrungen. Wir deckten die bestehende Silage ab, entfernten das schlechte Material, streuten Salz und füllten während vier Tagen das frisch gehäckselte Taiwangras (relativ trocken) ein. Trotz Bedenken konnten wir während der vergangenen Trockenzeit (April bis Juni) qualitätiv gutes Futter entnehmen. Im Vergleich zum letzten Jahr, hatten wir für unsere Milchkühe so auch genügend Futter.

Einzig das Protein fehlte uns in der Futterration nach wie vor. Zum Glück haben wir dieses Jahr endlich genügend Samen einer blattreichen Bohnensorte, um eine genügend grosse Fläche anzusäen. Wir möchten sie dann schichtweise mit dem Taiwangras einsilieren. Zudem hoffen wir dieses Jahr, wenn die Niederschlagsmenge mitspielt, sogar drei Grasschnitte konservieren zu können.

Während es auf der Finca nicht zu viel regnen kann, kommt es auf den Strassen in Managua regelmässig zu Überschwemmungen. Da bin ich schon froh, mit dem Pickup und nicht mit einem normalen Personenwagen unterwegs zu sein.

Wir mussten uns nach den Ferien wieder daran gewöhnen von täglichen Regengüssen überrascht zu werden. So wurden wir auf der Fahrt von der Finca nach Managua verregnet, als wir mit der ganzen Fracht für die Direktmarktung unterwegs waren. Wie üblich transportierten wir die Brotlaibe und Eier in Kartonschachteln, kleine Maiskölben in einem Sack sowie Joghurt und Käse in der Kühltruhe. Obwohl wir alles mit einer Plane gut abgedeckt hatten, war die Verpackung von unten her natürlich völlig durchweicht. Das Brot konnten wir nicht mehr verkaufen, und die Eier mussten wir einzeln herausnehmen und in Schüsseln zum Verkauf anbieten.Nun transportieren wir die Kartonschachteln auf einer Palette, die wir auf den Pickupboden legen.

Mirka Lötscher

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