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Australien: Nach Pandemie, Dürre und Flut folgt nun eine heftige Mäuseplage

Während Landwirte und Landwirtinnen zuschauen müssen, wie ihre bevorstehende Ernte von Mäusen weggefressen wird, berät sich die Landesregierung über mögliche Massnahmen.


Verschiedene lokale Newsanbieter melden seit Monaten vermehrtes Auftreten der nicht-heimischen Hausmaus in ländlichen Teilen Australiens. Was zuerst wie eine leichte Anomalität aussah, entwickelte sich rasant zu einer schwerwiegenden Plage, wie Forscher berichten.

Saatgut im Boden und im Lager wird weitflächig zerstört

Eine Plage ist es, weil die Mäuse nicht nur in Häuser, Maschinen, und Felder eindringen, sondern gezielt frisch gesätes Saatgut fressen. Angeblich mussten bereits viele Bauern ihre Sommerkulturen aufgeben, weil das Saatgut im Boden durch die Mäuse schon komplett zerstört wurde.

Auch Reserveheu musste entsorgt werden

Eine Landwirtin berichtet, wie sie ihr gesamtes Reserve-Heu entsorgen musste, weil die Mäuse darin urinierten und Kot ablegten, wodurch sie das Raufutter den Kühen und Schafen nicht mehr verfüttern konnte. «Das wäre unser Auffangnetz gewesen, wenn die Dürre wieder einschlägt», erklärt sie gegenüber dem Newsanbieter The Guardian.

Diese Mäuseplage ist nicht die erste in der australischen Geschichte. Bereits die Jahre 1984, 1993, 2010 und 2011 waren geprägt von schwerwiegenden Plagen durch rasant ansteigende Nagetierpopulationen.

Wie ist es zur Plage gekommen?

Nach jahrelanger Dürre gab es im ländlichen Staat New South Wales und in Teilen von Queensland aufgrund der jüngsten Regenzeit eine Rekordernte. Dies habe dann zu einer Explosion der Mäusepopulation geführt, so der Newsanbieter The Guardian. Ebenfalls vermehrten sich die Mäuse schnell. So könnte eine sechs Wochen alte weibliche Maus bereits tragen und danach alle 20 Tage neuen Nachwuchs gebären – ohne Pause.

Plage noch nicht offiziell

Die Landesregierung hat trotz aller Auswirkungen auf die kommende Ernte die Plage noch nicht als offiziell erklärt. Dies wäre für die Betroffenen zentral, um angepasste Massnahmen anwenden zu können. Zurzeit berät die Regierung über mögliche finanzielle Unterstützungen für betroffene Betriebe oder die Zulassung von vergifteten Ködermitteln für die Bekämpfung der Nager. Ob das Pestizid Zink Phosphid als Notfall-Bekämpfungsmittel vorübergehend zugelassen wird, darüber wird auch noch diskutiert.

Auf Regen und Stürme hoffen

Bis sich die Behörden über das richtige Vorgehen einig sind, können die betroffenen Australierinnen und Australier nur noch auf heftigen Regen oder Stürme hoffen, welche die Populationen der hartnäckigen Nager dezimieren würden.

 

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