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AP 22 +: Fähig sein reicht nicht aus

Wer Geld vom Bund will, soll neu mindestens die Berufsprüfung vorweisen müssen. Damit steigen die Hürden für den Bezug von Direktzahlungen.


Publiziert: 07.03.2019 / 16:03 | Aktualisiert: 29.11.2019 / 13:08

Nicht nur für Quereinsteiger wird es schwieriger. Auch wer die Lehre zum Landwirt erfolgreich absolviert und mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis abschliesst, soll in Zukunft ausgeschlossen werden.

Arbeiten auf dem Hof werden komplexer

So zumindest schlägt es der Bundesrat in seinem Bericht zur AP 22+ vor. Wer Geld vom Bund will, soll mindestens die Berufsprüfung im Berufsfeld Landwirtschaft (Fachausweis) bestanden haben. Ebenfalls nicht mehr gelten sollen das eidgenössische Berufsattest und der Nebenerwerbskurs, auch bekannt als Schnellbleiche. Nach wie vor bestehen bleibt die Ausnahme für kleine Betriebe bis 0,5 SAK im Berggebiet.

Die Begründung: Weil die Herausforderungen in der Betriebsführung komplexer werden, sollen alle neuen Direktzahlungsbezüger in Zukunft über eine höhere Berufsbildung verfügen. Der Abschluss der Grundbildung befähige zur Ausübung des Berufs, aber noch nicht zur Führung eines Betriebs, so das Argument.

EFZ soll weiterhin reichen

Stimmt nicht, findet Francis Egger vom Schweizer Bauernverband (SBV). "Selbst wenn der Bauernverband die Notwendigkeit einer guten Ausbildung teilt, würde eine Anhebung der Anforderung auf das Patentniveau zu viel Druck erzeugen und wäre unrealistisch", argumentiert Egger.

Der SBV schlägt daher vor, dass im Grundsatz der Titel Landwirt EFZ und verwandte Berufe wie Gemüseproduzent, Weinbauer usw. für den Bezug von Direktzahlungen reichen soll. Weiterhin gelten sollen folgende Ausnahmen:

  • Das eidgenössische Berufsattest mit Abschluss von Weiterbildungskursen
  • Beibehaltung der Ausnahmen in Berggebieten
  • Härtefälle (z. B. Tod der Eltern)

Keine Schnellbleichen mehr

Zumindest in einem Punkt stimmt der SBV der Botschaft zu: Die Schnellbleiche soll abgeschafft werden. Da regt sich wiederum Widerstand von der Kleinbauernvereinigung. Präsidentin Regina Fuhrer: "Die Latte, die jetzt eingeführt werden soll, ist viel zu hoch", erklärt sie gegenüber dem Schweizer Fernsehen. Man wolle die Landwirtschaft verschulen. Das sei nicht der richtige Weg.

Dass das Thema Staub aufwirbelt, versteht Francis Egger. Die Ausbildung sei ein emotionales Thema. Er ist aber zuversichtlich: "Wir werden eine Lösung finden." Für ihn gibt es Themen in der AP 22+, die ihm viel mehr unter den Nägeln brennen. Vor allem die neue Verteilung der Produktionssystembeiträge bereitet ihm Kummer.

Julia Overney

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