Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

«Anhaltspunkte für unzulässige Wettbewerbsabreden» bei Markant

Im Verfahren der Wettbewerbs-Kommission Weko gegen das Inkasso-Unternehmen Markant, das mit diversen Händlern zusammenarbeitet, hat das Bundesverwaltungsgericht gegen Markant entschieden. Ein bedeutender Entscheid, findet Spiritsuisse.


Es sei das erste Mal gewesen, dass gegen einen Durchsuchungsbefehl der Weko beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde eingelegt worden sei, schreibt Sprititsuisse in einer Mitteilung. Markant habe damit verloren. Interessant ist gemäss Spiritsuisse vor allem die Argumentation des Gerichts.

Wettbewerbsrechtliches Fehlverhalten

Folgende Punkte sieht der Verband als besonders bedeutend an:

  • Das Geschäftsmodell von Markant sei keine klassische, wettbewerbsrechtlich zulässige Einkaufsgemeinschaft.
  • Es wird Tatverdacht gemäss Kartellgesetz gegen Markant und mehrere ihrer angeschlossenen Gross- und Einzelhandelsunternehmer (Anschlusshäuser) festgestellt.
  • Es gebe Anhaltspunkte für unzulässige Wettbewerbsabreden, die mithin schwere Wettbewerbs-Beschränkungen seien. 
  • Das Bundesverwaltungsgericht hielt fest, dass Markant bei den mutmasslich widerrechtlichen Absprachen eine Führungsrolle gespielt habe. 

Weko-Untersuchung seit Herbst 2020

Im letzten Herbst hat die Wettbewerbskommission Weko eine Untersuchung sowohl gegen Markant als auch mehrere ihrer Anschlusshäuser (Gross- und Einzelhändler) eröffnet. Mit der Androhung, Produkte kollektiv auszulisten, sollten deren Lieferanten zur Abwicklung ihres Zahlungsverkehrs (Inkass) über Markant angehalten werden. 

Die von den Lieferanten an Markant zu entrichtenden Gebühren würden angeblich teilweise an den Gross- und Einzelhandel ausbezahlt, hiess es weiter. Die Weko sollte prüfen, ob unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen vorliegen.

«Reputationsschäden und Probleme bei der Geschäftsausübung»

Im Rahmen des oben genannten Weko-Verfahrens liess die Kommission bei Markant und mehreren Anschlusshäusern Durchsuchungen durchführen und Dokumente sowie Datenträger beschlagnahmen. Dagegen wehrte sich das Inkasso-Unternehmen vor dem Bundesverwaltungsgericht mit der Begründung, das Vorgehen verursache erhebliche Reputationschäden und Probleme in der täglichen Geschäftsausübung, schildert Spiritsuisse. Die verlangte Rückgabe aller beschlagnahmter Gegenstände wurde nun aber abgelehnt. 

Auch Coop-Lieferanten betroffen

Auch landwirtschaftliche Lieferanten hatten sich zuletzt gegen die Gebühren durch Markant zur Wehr gesetzt. So wurde eine bäuerliche IG gegründet, die sich gegen die Übertragung der Fakturierungskosten einsetzt.

Verwandte Themen
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Bäuerliche IG bekämpft höhere Gebühren für Coop-Lieferanten
06.07.2020
Lieferanten von Coop sollen gemäss dem Grossverteiler künftig ihre Rechnungen über den Drittanbieter Markant abwickeln müssen. Da damit den Lieferanten auch namhafte leistungsfremde Gebühren überbürdet werden, ergibt sich für sie eine Preisreduktion von durchschnittlich vier Prozent. Dagegen hat der Markenartikelverband Promarca Anzeige bei der Wettbewerbskommission erstattet. Betroffen ist auch die Landwirtschaft: Eine neue IG prüft Massnahmen, damit durch die Zusammenarbeit mit Markant keine negativen Auswirkungen auf die Landwirtschaft entstehen.
Artikel lesen
Coop plant die Änderung auf Anfang 2021. Der ursprünglich für Mitte 2020 vorgesehene Start ist wegen der Corona-Krise verschoben worden. Weil auch landwirtschaftliche Produzenten von der Umstellung der Zahlungsmodalitäten betroffen sind, soll die «Bäuerliche Interessengemeinschaft zur Bekämpfung der Übertragung von Fakturierungskosten durch Coop» gegründet werden. Der IG sollen betroffene ...
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!
Folgen Sie uns