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Am 15. Oktober ist Internationaler Tag der Landfrauen

Beim Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverband erhalten rund 58'000 Bäuerinnen und Landfrauen eine Stimme. Liselotte Peter, Vizepräsidentin des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverband sagt gegenüber der BauernZeitung wie.


von Isabelle Schwader
Publiziert: 12.10.2019 / 09:24

"Die politische Mitbestimmung der Frauen in bäuerlichen Organisationen ist enorm wichtig für die Emanzipation und ein selbstbestimmtes Leben der Bäuerinnen." Die Rechte der Frauen auf Mitsprache in der Gesellschaft müssten deshalb weltweit, insbesondere auch auf dem Land, gestärkt und gefördert werden, sagt Liselotte Peter, Vizepräsidentin des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands (SBLV). 

Hohes Ansehen in der Gesellschaft

Liselotte Peter stellt fest, dass der SBLV in der Gesellschaft, wie auch in politischen Gremien und (Wirtschafts-)Verbänden, ein hohes Ansehen geniesst. Rückblickend auf die Entwicklung der Landfrauenbewegung, seit der Gründung des SBLV im Jahre 1932, könne man sehen, dass die soziale Absicherung für Bäuerinnen und Landfrauen von Anbeginn ein wichtiges Thema war und sich wie ein roter Faden durch die Verbandsarbeit zieht. 

Wenn der SBLV heute, in Zusammenarbeit mit der Non-Profit-Organisation Swissaid, Forderungen im Rahmen einer aktuellen, gemeinsamen Kampagne (siehe Kasten) an die Internationale Zusammenarbeit stelle, dann sei dies vergleichbar mit einem Brückenschlag, von den Anfängen des Verbands bis heute. 

Bäuerinnen-Appell am Tag der Landfrau

Am 15. Oktober ist Internationaler Tag der Landfrauen. Diesen nehmen der Schweizerische Bäuerinnen-und Landfrauenverband (SBLV) und Swissaid zum Anlass, um auf folgenden Fakt hinzuweisen: «Bäuerinnen leisten enorm viel. Sie produzieren 70 Prozent der Nahrungsmittel weltweit. Trotz dieser grossen Arbeit und Verantwortung haben sie kaum Rechte.» 

In der Kampagne «Bäuerinnen-Appell» fordern SBLV und Swissaid mehr Rechte für Bäuerinnen weltweit. Am 15.10 findet abends die Veranstaltung «Keine Rechte für Bäuerinnen» an der Uni Bern statt.  

Weitere Infos und Anmeldung unter:
www.swissaid.ch
www.baeuerinnen-appell.ch

Bedingungen mitgestalten

Die soziale Absicherung der Bäuerinnen und Landfrauen möchte der Verband, wenn möglich, über die AP 2022+ regeln. "Wir sind der Meinung, jeder Betrieb muss sich die finanzielle Absicherung der Partnerin bei Invalidität oder Todesfall leisten können. Ebenso, dass sie versichert ist bei Krankheit, Unfall und bei Mutterschaft", erläutert Liselotte Peter. 

Das Bundesamt für Landwirtschaft hat eine Arbeitsgruppe einberufen, in welcher der SBLV vertreten ist und mitreden kann. Es gelte, akzeptable Lösungen zu erarbeiten. Bis zur Umsetzung der AP 2022+ müsse noch vieles  besprochen werden. Liselotte Peter ist überzeugt, dass spätestens im nächsten Jahr, nach der Veröffentlichung der Botschaft zur AP 2022+, die grossen Diskussionen rund um Finanzierbarkeit und tragbare Lösungen einsetzen wird. 

Potenzial Hauswirtschaft

In der Verbands-Vision 2020 wird die Rolle der Bäuerinnen und Landfrauen in den Bereichen Ernährung und Hauswirtschaft verstärkt. "Hier ist der SBLV führend, und es besteht ein grosses Potenzial, um unsere Arbeit in der breiten Bevölkerung bekannt zu machen." 

"Wir werten es als Fortschritt, dass Männer sich entscheiden, ihre Probleme und Anliegen zu äussern", so Liselotte Peter. Seit der Eröffnung der SBLV-Informationsplattform "Hilfe und Unterstützung" vor drei Jahren kriege der Verband häufig auch Anfragen von Männern. "Noch eine Generation zuvor galt es ja eher als 'unmännlich', über Emotionen oder Probleme zu sprechen." Vielleicht habe in diesem Bereich ein nachhaltiges Umdenken stattgefunden, seitdem über Suizidfälle von Bauern gesprochen und Themen wie Burn-out immer häufiger auf bäuerlichen Veranstaltungsforen thematisiert würden. 

"Was ist relevant für uns?"

"Die Gesellschaft ist seit den 1970-er-Jahren in einem rasanten Wandel. Damit verbunden ist auch, dass nicht mehr nur das traditionelle Familienbild gelebt wird." Es gelte auch beim SBLV, gezielt auszusuchen, was relevant sei. "Ich denke, es ist für den Vorstand und die Geschäftsstelle oft eine Gratwanderung im Sinne von: 'Was darf man?' Bei welchen Themen und Forderungen halten wir uns lieber zurück, was ist für uns relevant und wo hat es konkrete, (existenzielle) Folgen." Als Beispiel dafür stünden die verschiedenen Initiativen, die die Landwirtschaft stark beeinflussen, über die 2020 abgestimmt wird und deren Verlauf der SBLV, unterstützt von den Mitgliedern, mitgestalten will. 

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