Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Alternative Kultur mit Potential: Saflor als Ölsaat

Färberdistel, Öldistel, Färbersaflor, Falscher Safran, oder Saflor. Die Namensvielfalt dieser alten Kulturpflanze lässt auf eine vielfältige Nutzung schliessen. In der Schweiz ist sie ein Nischenprodukt, wird aber weltweit angebaut.


Für die gelblich-rote Farbe der Carthamus tinctorius ist der Farbstoff Carthamin verantwortlich. Vermutlich stammt die Pflanze ursprünglich aus Kleinasien, wo die abgerupften Kronblätter dem Färben von Kleidung dienten. So soll im alten Ägypten das Leingewebe für Mumien damit gefärbt worden sein. Auch in Salben und Öllampen vermutet man die Verwendung der Färberdistel.

Grösste Fläche in Indien

Während der Weltkriege stieg das Interesse für die Ölgewinnung mit dieser Pflanze. Sie erwies sich als sehr lagerfest und zeigte günstige Wachstumsverläufe. Doch gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Kultur von anderen ergiebigeren Ölpflanzen wie Winterraps verdrängt.

Heute wird Saflor weltweit angebaut. Indien ist mit einer Anbaufläche von ca. 500'000 Hektaren die grösste Produktionsstätte, gefolgt von Mexiko mit ca. 90'000 Hektaren und den USA mit ca. 80'000 Hektaren (FAO).

Nischenprodukt in der Schweiz

In der Schweiz wurde diese Kultur noch nicht grossflächig angebaut; obwohl die klimatischen Bedingungen nicht schlecht wären. Die Erträge sind jedoch verglichen mit den gängigen Ölsaaten der Schweiz eher klein. Der Ölgehalt liegt bei 20 bis 25 %. Bei Sonnenblumen liegt der Wert bei 45 bis 55 %, bei Raps etwa 40 %. Raps, Sonnenblumen und Soja sind die Hauptkulturen für die Speiseöl-Gewinnung in der Schweiz.

Relativ anspruchslos und Trockenheits-verträglich

Die Forschungsanstalt Agroscope hat in einem dreijährigen Projekt die Anbauwürdigkeit verschiedener Sorten getestet. Dabei kam das Forschungsteam zum Schluss, dass Saflor eine relativ anspruchslose Pflanze ist, die Trockenheit gut verträgt. Optisch haben sich die fünf getesteten Sorten gut entwickelt, doch nur eine Sorte, die Sabina, war nicht krankheitsanfällig. Vor allem im Hitzejahr 2003 zeigte der Versuch schöne Ergebnisse: die Pflanzen schienen trotz Regenmangel keine Anzeichen von Trockenstress zu haben, und der Ertrag lag bei 30 Dezitonnen pro Hektar.

Die Blüten werden ab August bis September ihre Erntezeit mit dem Mähdrescher geerntet. Gerade für die Direktvermarktung ab Hof bergen solche Nischenprodukte als interessante Ergänzung zu Hauptkulturen viel Potential. Für den Anbau von Saflor ist ein Einzelkulturbeitrag pro Hektar und Jahr von CHF 700 vorgesehen.

Gesundes Öl

Das Öl der Färberdistel ist ein hochwertiges Speiseöl, da der Anteil an gesättigten Fettsäuren vergleichsweise klein ist. Mit bis zu 80 % Linolsäure-Gehalt gilt dieses kaltgepresste Öl als besonders gesund. Distelöl ist also ein gesundes Nischenprodukt, das sowohl bei grossen Schweizer Detailhändlern, als auch in ausgewählten Reformhäusern zu finden ist.

War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Johanniskraut und Jakobskreuzkraut: Zwei Giftpflanzen, die nicht auf Ihre Weide gehören
08.07.2020
Jakobskreuzkraut gilt als stark giftig. Unentdeckt kann es weidende Tiere chronisch vergiften. Johanniskraut ist ein Arzneimittel, aber auch schwach giftig und sollte daher von Weiden entfernt werden.
Artikel lesen
Mitte Juni bis August blüht das Jakobskreuzkraut (Senecio-Arten). Das gelbblühende Kraut enthält Pyrrrolizidinalkaloide, die die Leber schädigen und weder beim Trocknen noch beim Silieren zerstört werden. Jakobskreuzkraut ist deshalb frisch auf der Weide, getrocknet im Heu oder in der Silage eine Gefahr für verschiedene Nutztiere. Oft eine chronische Vergiftung Häufig bleibt das Jakobskreuzkraut ...
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!
Folgen Sie uns