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Alter Melkroboter gegen neuen eingetauscht

Die BG Blum-Wey hat einen neuen V300 Melkroboter. An den Blue Farming Days berichteten sie über ihre Erfahrungen.


«Schneller, ruhiger und präziser.» So beschreibt Urs Schmid von der Melktechnik-Firma DeLaval den neuen Melkroboter VMS V300. Vor einem Jahr kam der neue Roboter heraus. Seither wurden 130 davon in der Schweiz verkauft.

Austausch nach 3,5 Jahren

Ein solch neuer Roboter steht auch im Stall von Patrick Blum und Tobias Wey. Erst vor 3,5 Jahren haben sie einen blauen Melkroboter in ihrem neuen Normstall in Betrieb genommen.
«Ursprünglich war ich gar nicht Fan von den Melkrobotern», erzählt Patrick Blum den Interessierten am «Blue Farming Day», der am Mittwoch in ihrem Stall in Pfaffnau LU stattfand. «Doch dann besichtigte ich an einem Tag mehrere Roboter-Betriebe in der Ostschweiz. Dabei hat mich vor allem die Ruhe im Stall sehr beeindruckt». Das sei es dann gewesen, was ihn umgestimmt habe.

Die Betriebsgemeinschaft Blum-Wey hat nun den erst 3,5-jährigen Roboter gegen einen neuen eingetauscht. Warum denn das? «Für uns war die Tierzahl massgebend», erklärt Patrick Blum. Im Normstall werden bereits jetzt rund 70 Kühe gemolken, in Höchstzeiten sogar 75. Doch dann stiess der alte Roboter «Classic» an seine Grenzen. «Dank der verbesserten Kamera arbeitet der V300 schneller als sein Vorgänger», erklärt Urs Schmid. Zudem müsse man nicht mehr jedes Tier einzeln am Anfang «einlesen». «Dank der Kamera findet der Roboter die Zitzen schon beim ersten Mal anhängen.» Zudem arbeitet er merkbar leiser, als man dies von bisherigen vollautomatischen Melksystemen gewohnt ist.

 

Weideloses System

Mit dem neuen Roboter wollen die gemeinsamen Bewirtschafter der BG 80 Kühe melken können. «Den Stall auszubauen kommt nicht in Frage, beim Neubau des Normstalles haben wir bereits das Maximum des Erlaubten ausgeschöpft», sagt Patrick Blum. Im Laufstall fahren die Betriebsleiter ein gelenktes System. Das heisst, Kühe die zu lange nicht mehr beim Melken waren, müssen zuerst durch den Roboter, bevor sie zur Fressachse dürfen. Davon ausgenommen ist eine Gruppe, die besonders viel Milch gibt und dementsprechend viele Melkungen hat. Diese Kühe können frei durch alle Tore. Der Stalldurchschnitt liegt etwa bei 10'500 kg Milch im Jahr.

Patrick Blum und Tobias Wey fahren eine Hochleistungs-Strategie. Daher wird auf dem Betrieb momentan ausser den Galtkühen nicht geweidet. «Die Kühe sollen ihr Futter drinnen aufnehmen», erklärt Blum. Falls in der AP22+ jedoch das vorgeschlagene RAUS-light durchkäme, dann könnten sich Blum und Wey vorstellen, künftig auch die Kühe in der Laktation zu weiden. Dabei wäre das Weiden nicht an die Futteraufnahme gekoppelt. In der Totalmischration sind Mais- und Grassilage sowie Raps- und Sojaschrot als Eiweisskomponenten. Im Roboter erhalten die Kühe nur ein Startphasenfutter und ein normales Milchviehfutter.

Tatsächlich würden 65% der Roboter-Betriebe ein weideloses System fahren, sagt Patrick Glanzmann, Verkaufsleiter DeLaval. Der Umzug vom alten Anbindestall in den neuen Roboterlaufstall sei recht gut gegangen, erzählt Tobias Wey. Nur wenige Kühe hätten wegen der Zitzenstellung oder schlechter Kondition gehen müssen.

Occasionen sind gefragt

Und was passiert jetzt mit dem «alten» Melkroboter der BG Blum-Wey? Dieser wird demnächst seinem Käufer ausge-
liefert. Tatsächlich fänden die Occasion-Melkroboter immer schnell einen Abnehmer, erklärt Patrick Glanzmann. «Besonders Betriebsleiter mit kleineren Viehbeständen mit 25 bis 30 Kühen interessieren sich für diese gebrauchten Roboter». Diese kosten dann, nachdem alle arbeitenden Teile ersetzt wurden, je nach Alter 80 bis 120'000 Franken, statt wie der V300 185'000 Franken.

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