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Agrochemie kritisiert lange Wartefristen für neue Pestizide

Bisher hat der Bund Pflanzenschutzmittel wie Chlorothalonil, welche in der EU verboten werden, selber ebenfalls geprüft und dann entschieden, ob ein Produkt in der Schweiz vom Markt genommen wird. Das gilt auch für neue Substanzen. Die Agrochemie kritisiert die langen Fristen.


«Die ganze Agrochemiebranche leidet unter dem Zustand, dass neue Produkte in der Schweiz nicht auf den Markt kommen können», sagt Regina Ammann, Sprecherin des Basler Konzerns Syngenta gegenüber dem LID. «Gemäss der Aussage eines Experten eines anderen Pflanzenschutzherstellers kamen weder für die Saison 2019 noch 2020 neue Wirkstoffe oder Produkte auf den Markt». Es könne nicht sein, dass Pflanzenschutzmittel wie Chlorothalonil verboten würden, aber keine neuen, vielfach besseren Mittel auf den Schweizer Markt kommen können, sagt Ammann.

Keine Widerrufsverfahren mehr 

Nachdem die EU das Pilzbekämpfungsmittel verboten hatte, habe sich in der Schweiz lange Zeit nicht viel getan, heisst es in einem Beitrag vom «Tagesanzeiger» von heute, 20. Mai. Erst Mitte Dezember, dreiviertel Jahre später, entzog der Bund dem Stoff die Zulassung mit sofortiger Wirkung.

Das soll künftig anders laufen: Nimmt die EU ein Pestizid vom Markt, wird die Schweiz den Entscheid umgehend übernehmen, ohne das entsprechende Pestizid selber über ein Widerrufsverfahren geprüft zu haben. Diese Verfahren dauern häufig ein Jahr oder länger. In den letzten gut 15 Jahren wurden so 160 Wirkstoffe aus dem Verkehr gezogen, schreibt der «Tagesanzeiger».  

Zu langer Zulassungsprozess für Alternativen

Ein Produkt kann also schnell vom Markt verschwinden, doch bis den Schweizer Bauern dazu eine Alternative angeboten werden kann, dauert es lange. Die Dauer für die Zulassung neuer Mittel sei viel zu lang, sagt Regina Ammann. 

Könnte der Zulassungsprozess verkürzt werden, gäbe es mehr Auswahl und ein besseres Resistenzmanagement. So kann es aktuell vorkommen, dass neue Produkte, die in anderen Ländern längst zum Einsatz kommen, in der Schweiz auch nach fünf Jahren noch immer nicht verwendet werden dürfen.

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