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Agrarjournalisten besuchen Energiebetrieb

Die Generalversammlung der Schweizer Agrarjournalisten stand diesmal ganz im Zeichen der Energie. Die Delegierten besichtigten die Biogas- und Photovoltikanlagen von Meisterlandwirt Josef Gemperle. Der Thurgauer Kantonsrat hat sich einen Namen als leidenschaftlicher Energiepolitiker gemacht.


Publiziert: 21.06.2018 / 14:01 | Aktualisiert: 18.04.2019 / 09:49
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Josef Gemperle sprüht vor Charisma und Fachwissen. Der Meisterlandwirt aus Buhwil TG und CVP-Kantonsrat hat sich weitherum einen Namen als Energiepolitiker gemacht. Was er politisch vertritt, setzt er auf dem heimischen Betrieb um. Wärmerückgewinnung bei der Milchkühlung oder die Wärmedämmung des Wohnhauses gehören zu den Effizienzmassnahmen.

Vier Solarstrom-, eine Solarthermie- und eine Biogasanlage produzieren über 500`000 KWh Strom pro Jahr. Damit übersteige die Produktion auf dem Hof achtmal den Eigenbedarf und er produziere Strom für über 100 Haushalte, sagte Gemperle an der GV der Schweizer Agrarjournalisten am Mittwoch (siehe Kasten).

Damit sich Schweizer Landwirte künftig in der Energieproduktion engagieren (können), ist für ihn klar: «Wir brauchen eine Nachfolge der Kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV).»

Eine Biogasanlage ist teuer

Josef Gemperle ist stolz auf seine Kleinbiogasanlage, die seit 2016 läuft, verschweigt aber auch nicht, dass viel High-Tech darin steckt und der finanzielle Aufwand sehr gross war. Ausserdem waren viel Papierkrieg und dutzende Sitzungen nötig, bis sie stand und lief. «Zum Glück hat meine Frau einen sicheren Job», meinte er im Scherz, als er die Journalisten über den Hof führte. Katrin Gemperle unterrichtet 100% an der Förderschule Fischingen. Die rare Freizeit geniesst das Ehepaar auf E-Bike-Touren durch die ganze Schweiz.

Ein Sohn der insgesamt vier Kinder hat Landwirt gelernt und ist auf dem Betrieb tätig. Der Grünlandbetrieb liegt in der voralpinen Hügelzone auf 720 m ü. M. Im Milchviehstall stehen rund 80 Milchkühe. Seit Jahren besteht eine Betriebszweiggemeinschaft mit der Nachbarsfamilie Arnold und Barbara Gemperle-Keller. Futterbau, Mast und Aufzucht sind weitere Betriebszweige.

Energieeffiziente Milchkühlung und Ferkelnester

An der GV im Kloster Fischingen referierte auch Simon Gisler, Geschäftführer der Energie und Klimaschutzberatungsagentur für die Landwirtschaft AgroCleanTech. Er zeigte auf, dass die Schweizer Bauern rund zwei Prozent des direkten Strombedarfs der Schweiz benötigen und im Schnitt rund 4000 Liter Treibstoff pro Jahr verbrauchen.

AgroCleanTech unterstützt und berät Landwirte unter anderem im Bereich Energieeffizienz. Finanziell gefördert werden können Wärmerückgewinnung aus der Milchkühlung, Frequenzumformer für Melkmaschinen und Ferkelnester.

Grösster Obstbaukanton

Jürg Fatzer, Geschäftsführer Verband Thurgauer Landwirtschaft (VTL) stellte den Landwirtschaftskanton Thurgau vor. 2610 Betriebe gibt es im Thurgau, davon produzieren gut 2070 gemischt. Während sich die kleinen und grossen Betriebe halten können, gingen die mittleren zurück, erklärte er. 8300 Personen arbeiten in der Landwirtschaft, davon sind 71 Prozent familieneigene Arbeitskräfte.

Auf einem Thurgauer Betrieb stehen im Schnitt 32 Kühe und es werden 257'000 Liter Milch produziert. Obwohl 85 Prozent der Bauern ihre Tiere weiden, sind bei BTS mit 57% und RAUS mit 58% die Beteiligungen eher tief. Grund dafür sei, dass es noch viele traditionelle Ställe gäbe.

50 Prozent der Kantonsfläche wird landwirtschaftlich genutzt. Dabei ist der Thurgau mit 1600 Hektaren Obst der grösste Obstbaukanton. Mit der AP 2014-17 verloren die Betriebe zehn Prozent Direktzahlungen, das habe mit der vorherrschenden Tallage zu tun.

Stolz ist Fatzer darauf, dass 98 der DZ-berechtigten Betriebe beim VTL Mitglied seien. «Dafür müssen wir jeden Tag arbeiten», meinte er aber auch.

jw

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Josef Gemperle

AgroCleanTech

Verband Thurgauer Landwirtschaft

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