Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Aargauer Tierquäler: mit Tierhaltungsverbot freigelassen

Nachdem das Gericht ein Haltungsverbot abgelehnt hat, verhängte der kantonale Veterinärdienst eines.


Der Mann, der wegen toter und verwester Tiere auf seinem Grundstück in Oftringen AG unter Verdacht der Tierquälerei stand, war am 4. Februar 2020 festgenommen worden (wir berichteten). Der Beschuldigte wurde nun am 7. Februar nach einem Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts aus der Haft entlassen, wie die Aargauer Staatsanwaltschaft in einer Mitteilung schreibt. 

Antrag auf Tierhaltungsverbot abgelehnt

In dem Gerichtsverfahren wurde gegen den Erlass eines Tierhaltungsverbots für den beschuldigten Oftringer entschieden. Das Zwangsmassnahmengericht begründete das Urteil damit, die Voraussetzungen für eine solche Massnahme seien nicht erfüllt.

Tierleben nicht so hochwertig einzustufen wie Menschenleben

Demnach bräuchte es für eine Inhaftierung oder eine Entlassung unter Ersatzmassnahme (das heisst in diesem Fall, die Freilassung mit einem Tierhaltungsverbot) eine Fortsetzungsgefahr. Darunter verstehe man eine "schwere Gefährdung Dritter", wobei primär an eine Gefahr für Leib und Leben von Menschen zu denken sei. 

Gemäss Zwangsmassnahmengericht ist "das Rechtsgut Tierleben" in punkto Wiederholungsgefahr weniger hochwertig einzustufen, als ein Menschenleben.

Beschuldigter will keine Tiere mehr halten

Weiter wurde damit argumentiert, der Aargauer wolle nach eigenen Aussagen in Zukunft keine Tiere mehr halten und auf seinem Grundstück seien mittlerweile auch keine mehr. Seine Schafe, Ziegen und Hühner sind von den Behörden fremdplatziert worden.

Veterinärdienst reagiert unabhängig

Nach dem Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts hat der Aargauer Veterinärdienst mit sofortiger Wirkung selbst ein Tierhaltungsverbot verhängt. Dieses war bereits zuvor unabhängig vom laufenden Strafverfahren  in die Wege geleitet worden. 

Da auf diese Weise keine Wiederholungsgefahr mehr drohe, will die Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau keine Beschwerde gegen den Gerichtsentscheid einreichen. 

War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Tierhalter festgenommen: Er hielt seine Tiere in katastrophalen Umständen
05.02.2020
Die Polizei nahm einen 57-jähriger Schweizer vorläufig fest, da er seine Tiere miserabel gehalten hat. Zum Fall wurde ein Strafverfahren eröffnet.
Artikel lesen
Im Februar 2020 entdeckte die Kantonspolizei Aargau ein totes Schaf auf einer Weide in Oftringen. Bei näheren Untersuchungen stellte sich heraus, dass der Halter seine Tiere unter miserablen Zuständen hielt, wie die Polizei in einer Mitteilung schreibt. Die Polizei fand beim 57-jährigen mehrere tote und bereits verweste Tiere. Der Tierhalter wurde nun vorläufig festgenommen. Seine Tiere, die sich ...
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!