Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Werbung

30 Prozent der Agrarflächen in Europa haben einen hohen Naturschutzwert

Die Flächen erfüllten eine wichtige Aufgabe im Ökosystem, wie eine neue Studie eines europäischen Forschungsteams zeigt. Sie sollen gefördert werden.


Publiziert: 14.01.2020 / 13:57 | Aktualisiert: 14.01.2020 / 14:39

Die Agrarflächen, welche einen hohen Naturschutzwert aufweisen werden auch High Nature Value Farmlands (HNV-Farmlands) genannt. Die Studie, welche die Böden untersuchte, zeigt auf, wie sie über die Agrarpolitik gefördert werden können. Sie wurde im Magazin Frontiers in Ecology and the Environment veröffentlicht.

HNV-Farmlands in ganz Europa zu finden

Die Agarflächen unterstützen die Erhaltung von Biodiversität und erfüllten wichtige Aufgaben fürs Ökosystem heisst es weiter. Die Flächen zeichneten sich dadurch aus, dass wenig Pflanzenschutzmittel angewandt würde, wenig Tiere auf den Flächen gehalten würden, minimale Mechanisierung und wechselnde Nutzung. Sie sind in verschiedenen Umgebungen und unter verschiedenen klimatischen Konditionen in ganz Europa zu finden.

Entwicklung hängt von der Wertschätzung ab

Seit Jahrzehnten nehmen die HNV-Flächen ab. Ihre Entwicklung ist abhängig von der Wertschätzung der Bevölkerung gegenüber der Flächen, sowie von der finanziellen Unterstützung der Landwirte. Die Studie sieht fünf Mögliche Zukunftszenarien:

Weiter wie bisher Szenario: Kein grossen Änderungen, die Flächen werden wie bisher bewirtschaftet und entsprechend gefördert. Dabei würde kein zusätzlicher sozioökonomischer Mehrwert entstehen und die Bauern wären weiterhin auf Fördergelder angewiesen.

Das Museum-Szenario: Die HNV-Flächen werden im kleinen Rahmen gepflegt, jedoch nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Durch den Zugang für Besucher könnten die Flächen einen leicht höheren ökonomischen Mehrwert aufweisen.

Zurück zur Natur-Szenario: In diesem Szenario würden die Flächen nicht mehr landwirtschaftlich bewirtschaftet. Die Landschaft würde sich dadurch verändern und es gäbe keinen ökonomischen Nutzen mehr. Es würden Büsche und Bäume auf der Fläche wachsen. Das Ökosystem könnte von einer Selbstregulierung profitieren. So würden etwa Wasser- und Nährstoffkreisläufe selbständig funktionieren und es könnten Bodenerosion verhindert werden. Hingegen ginge dadurch die Ernte verloren und die grösseren Waldflächen erhöhten etwa das Risiko für Brände.

Produktions-Flächen-Szenario: Die Flächen würden intensiver und spezialisiert genutzt. Wenn die Unterstützung für solche Produkte gegeben sind, würden die Flächen profitabler, andererseits nähme der wirtschaftliche Nutzen ab. In diesem Szenario ginge die HNV-Flächen verloren und somit würde die Biodiversität verringert. 

Überlebensfähige-Flächen-Szenario: Bei gleich intensiver Bewirtschaftung soll in diesem Szenario grösserer ökologischer Nutzen entstehen. Einerseits müssten die Landwirte operative Werkzeuge entwickeln, um höheren ökologischen Nutzen zu erzielen. Anderseits müsste die Bevölkerung sich zu einer nur wenig intensiven Nutzung bekennen.

Werbung
Werbung
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Biodiversität: Dem Bundesrat reicht die Qualität noch nicht
08.11.2019
Der Bund evaluiert den Nutzen der Beiträge für Biodiversität und kommt zum Schluss: Es hat genug Flächen – nur die Qualität ist mangelhaft.
Artikel lesen
Die Biodiversitätsbeiträge (BDB) erreichen die Etappenziele der Agrarpolitik 2014–2017, heisst es in einem Bericht des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW). Im Jahr 2017 entsprach der Anteil der Biodiversitätsförderflächen (BFF) im Talgebiet, der Anteil Flächen der Qualitätsstufe II und der Anteil vernetzter Flächen den Zielen der Agrarpolitik. Viel Luft nach oben Die effektive ökologische ...
Werbung
Werbung
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!