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2100 neue ASP-Fälle

In den ersten 14 Wochen des laufenden Jahres hat es in der Europäischen Union sowie der Ukraine insgesamt 2138 Nachweise des Erregers der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gegeben.


Wie aus aktuellen Daten der EU-Kommission hervorgeht, waren dabei in 2108 Fällen Wildschweine betroffen und 30 Mal Hausschweine. Die Ausbreitung der Tierseuche in der Wildschweinepopulation hat laut Kommission spürbar zugenommen. Nach gut einem Vierteljahr sei bereits mehr als die Hälfte der Infektionsfälle des gesamten Vorjahres erreicht. Bei Hausschweinen war der letzte bekannte Ausbruch am 20. März in der Ukraine.

Unrühmlicher Spitzenreiter mit insgesamt 971 ASP-Nachweisen - davon vier bei Hausschweinen - war Polen. Deutschlands östlicher Nachbar hat damit Litauen im Ranking der meistbetroffenen Länder abgelöst. In Litauen gab es im Berichtszeitraum bisher 647 Infektionen, und zwar ausschließlich beim Schwarzwild, gefolgt von Lettland mit 278 Infektionen. Die meisten Nachweise bei Hausschweinen wurden mit 21 Tieren aus der Ukraine gemeldet; zu diesen Fällen gesellten sich vergleichsweise wenige ASP-Nachweise bei 25 Wildschweinen. Möglicherweise ist dort aber auch das Überwachungssystem weniger engmaschig als in den EU-Staaten.

Zu den weiteren Ländern mit Auftreten der hochansteckenden Tierseuche zählten im bisherigen Jahresverlauf Estland, Tschechien und Rumänien. Aus Italien wurden insgesamt 26 ASP-Nachweise gemeldet, davon zwei Hausschweine. Allerdings ist dort das Vorkommen auf die Mittelmeerinsel Sardinien beschränkt. In einigen Ländern hat es seit einigen Wochen keine neuen bekannten ASP-Fälle gegeben. Dies gilt allerdings nicht für die drei baltischen Staaten und besonders für Polen, wo es in der ersten Aprilwoche dutzende neue Nachweise bei Wildschweinen gab.

AgE

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