Haben Sie noch kein Abo?
Hier abonnieren

Sie sind Zeitungs-Abonnent und haben noch kein Online-Login?
Hier freischalten

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

Haben Sie noch kein Abo?
Hier abonnieren

Sie sind Zeitungs-Abonnent und haben noch kein Online-Login?
Hier freischalten

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

Wenn der Druck zu gross wird

Hohe und mehrfache Arbeitsbelastung, Existenzängste, unklare Nachfolgeregelung, Generationenkonflikte: Nur einige der Komponenten, die den psychischen Druck bei den bäuerlichen Familienbetrieben erhöhen. Dies wiederum steigert das Konfliktpotential innerhalb der Familie, sagt Franziska Feller, Präsidentin des Netzwerks Mediation im ländlichen Raum.


Publiziert: 07.10.2014 / 11:29

In Bauernfamilien wohnen häufig mehrere Generationen unter einem Dach. Diese Nähe kann zu (vielfach unausgesprochenen) Generationenkonflikten führen, welche meist tabuisiert und nicht selten zwischen dem Bauernpaar ausgetragen werden.

Oft ist es die Frau, die sich auf dem Betrieb eingeengt fühlt: Die Nähe und teilweise Betreuung der (Schwieger-)Eltern nebst der Kinderbetreuung, der Haushalt, kaum Ferien, wenig Zeit für sich oder die Kinder.

Scheidung geht oft von der Frau aus

Für viele Bauersfrauen ist der ausserlandwirtschaftliche Nebenerwerb zwar eine Mehrfachbelastung, gleichzeitig jedoch eine Art Frei- und Selbstbestimmungsraum ausserhalb des Bauernbetriebs. Nicht alle Elterngenerationen und Partner verstehen dies und erwarten, dass die Frau sich voll und ganz dem Familienbetrieb widmet.

Dies sind Gründe, die zur zunehmenden Scheidungsrate bei Bauernpaaren beitragen, schildert Feller. Meist gehe die Trennung von der Frau aus, Männer scheuten sich aus Existenzängsten eher davor.

Psychische Erkrankungen nehmen zu

Auch von psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Burn-outs bis hin zum Suizid sind Bauern und Bäuerinnen immer häufiger betroffen. Viele laufen ständig über dem Limit, sind mit Arbeit, ökonomischem Druck und sozialen Herausforderungen vollkommen überlastet.

Solchen Menschen bietet das Netzwerk Mediation im ländlichen Raum eine Plattform. Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss von Fachpersonen, die im ländlichen Raum oder in angrenzenden Gebieten arbeiten und Konfliktbetroffene in ihrem Lösungsfindungsprozess professionell begleiten.

Eine Mediation kann bei unterschiedlichen Problemen helfen

Die Mediatoren und Mediatorinnen sind unter anderem Ansprechpartner bei Eheproblemen, Familien- und Generationenkonflikten, bei Streitigkeiten rund um Nachfolgeregelungen/Hofübergaben, Nachbar- oder Alpgenossenschaften und sonstigen schwierigen Situationen, wie etwa der Fürsorge betreuungsbedürftiger Personen.

Weitere Informationen und Kurzfilme zum Thema sind zu finden unter:
www.hofkonflikt.ch

Franziska Imhof, lid

Werbung
Werbung
Verwandte Themen
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentare (0)
Kommentar erfassen
Werbung
Werbung
Werbung
Artikel zum Thema
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!