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10 nützliche und unnütze Fakten zu Erdbeeren

Erdbeeren auf dem Feld sind Amerikaner, die meisten Schweizer Erdbeeren wachsen in Mostindien – und Beeren sind es eigentlich sowieso keine.


Wer kennt sie nicht, die süssen grossen Beeren. Ihre knallig-rote Farbe macht sie zum Hingucker, ihr Geschmack zur einer gesunden Leckerei. Und obwohl wir sie jedes Jahr im Sommer genüsslich essen, kann man hin und wieder etwas Neues über die Erdbeere erfahren. Hier 10 kleine Wissenshappen zur «Königin der Beeren»: 

1. Erdbeeren sind keine Beeren

Botanisch gesehen ist eine Beere per Definition eine Schliessfrucht, die beim Reifen saftig-fleischig wird. Darin hat es meist mehrere harte Samen. Somit ist eine Gurke eine Beere, Erdbeeren hingegen sind eine Sammelnussfrucht. Sie sind innen hohl und die gelben Samen (Nüsschen) sind an der Aussenseite angebracht. 

Süss ist sie nicht, aber im Gegensatz zur Erdbeere ist die Gurke eine echte Beere. (Bild Pixabay)

2. Erdbeeren sind nicht klimakterisch

Mit dem Klimakterium, der Menopause von Frauen, hat der Begriff klimakterisch nicht direkt zu tun. Er bedeutet, dass eine Frucht nach der Ernte nicht mehr nachreift. Äpfel und Bananen sind klimakterisch, daher kann man auch mal eine grünlich-gelbe Banane kaufen. Nach einer Weile wird sie sonnengelb, später gepunktet und bildet mehr Zucker.

Beim Ernten von Erdbeeren sollte man nur ganz reife Früchte pflücken. Nachreifen tun sie nämlich nicht. (Bild Pixabay)

Erdbeeren werden, einmal von der Pflanze getrennt, nicht mehr süsser. Leider werden sie höchstens faul, und zwar ziemlich schnell.

3. Garten- stammen nicht von Walderdbeeren ab

Natürlich sind Wald- und Gartenerdbeere miteinander verwandt. Sie tragen schliesslich auch beiden denselben lateinischen Vornamen (Fragaria). Die Walderbeere (Fragaria vesca) ist aber in der Schweiz indigen, während die heute angebaute grosse Erdbeere (Fragaria ananassa) aus der Kreuzung zweier amerikanischer Sorten Mitte des 18. Jahrhunderts entstand.

Walderdbeeren gibt es wild-wachsend in der Schweiz in lichten Wäldern, an Waldrändern oder Hecken. (Bild Pixabay)

4. Erdbeeren galten als Zeichen der Fruchtbarkeit und Liebe

Die Germanen schrieben die roten Beeren ihrer Fruchtbarkeits- und Liebesgöttin Freya zu. Im Mittelalter galten Erdbeeren als Sinnbild für Verlockung und Lust, für Frauen aber als ungesund. Männer durften sie hingegen bedenkenlos geniessen, so die mittelalterliche Meinung.

5. Die Blätter kann man auch essen

Man sollte beim Erdbeer-Grün allerdings keine Süsse erwarten. Anders als die Früchte haben die Blätter (sowohl die an der Pflanze als auch die Kelchblätter an der Beere) einen leicht säuerlichen Geschmack, der an Grüntee erinnert. Mit den jungen Blättern kann man im Frühjahr z. B. einen Salat, Kräuterquark oder Pesto machen. Die festeren, älteren Erdbeerblätter werden zu Tee. Fermentiert man sie zusätzlich, gibt es eine Art Schwarztee daraus. 

Erdbeer-Blätter oder -Blüten sollte man nicht zusammen mit den Beeren essen. Sie schmecken leicht säuerlich und es wäre in der Mischung schade um die süssen Früchte. (Bild Pixabay)

6. Auf dem Feld ist die Erdbeere kurzlebig

Auf den Erdbeerfeldern werden die Pflanzen jedes oder jedes zweite Jahr ausgerissen und durch neue ersetzt. Bei längerer Nutzung werden die Früchte nämlich immer kleiner und sind ihrer Grösse wegen für Abnehmer nicht mehr interessant. Das Einpflanzen ist Handarbeit, die Setzlinge kommen oft aus dem Ausland. Es stehen über 1000 verschiedene Sorten zur Auswahl.

7. Vor dem Setzen gibts ein Wurzelbad

Erdbeeren wachsen im Freiland meist auf mit schwarzer Folie überzogenen Dämmen. Wenn andere Pflanzen in der Erde keimen, verbrennen sie in der Wärme der Sonne unter der Abdeckung. Bevor die neuen Erdbeersetzlinge gepflanzt werden, taucht man die Wurzeln in ein Bad. Darin enthalten sind Algen zur Stärkung der Pflanze, ein Fungizid als Schutz vor Pilzen und ein Wurzelaktivator, damit die Wurzeln rasch wachsen. 

Damit die Pflanzen keinen Sonnenbrand bekommen, richtet man die Dämme in Nord-Süd-Richtung aus. (Bild lid)

8. Erdbeerproduzenten haben keine Winterpause

Nach dem Setzen der neuen Erdbeeren müssen die Dämme im Herbst und Winter unkrautfrei gehalten werden. Ausserdem muss man an den Erdbeerpflanzen im Herbst noch Blüten entfernen, damit sie gut über den Winter kommen und im nächsten Frühling schnell wachsen. Dann gilt es auch, die Kultur mit Vlies vor nächtlicher Kälte zu schützen. 

9. Die Erdbeere ist auf Platz drei

Schweizerinnen und Schweizer lieben Erdbeeren. Pro Jahr isst jede und jeder rund 2,2 Kilogramm der «Königin der Beeren». Damit ist sie gemäss dem Schweizer Obstverband hierzulande die drittwichtigste Tafelfrucht.

Nicht ganz ein Drittel (30,5 Prozent) der Schweizer Erdbeeren wachsen unter einem Witterungsschutz. (Bild SOV)

10. Mostindien ist auch ein Erdbeerparadies

Jede dritte gegessene Erdbeere kommt aus der Schweiz, wo sie auf einer Fläche von 730 Fussballfeldern kultiviert wird. Ein Achtel der Anbauflächen liegen im Kanton Thurgau, der wegen seiner grossen Apfelproduktion den Übernamen Mostindien bekommen hat. In den Kantonen Bern, Wallis, Zürich und Aargau sind je etwa ein Zehntel der schweizweiten Erdbeerfelder zu finden.

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