Deutschland will regionale Lebensmittel besser kennzeichnen
Die deutsche Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat an der Internationalen Grünen Woche in Berlin eine landesweite Initiative für eine bessere Kennzeichnung regional hergestellter Lebensmittel gestartet.
"Wir erleben in Deutschland eine Renaissance des Regionalen. Es gibt viele erfolgreiche Anbieter, die ihre regional erzeugten Produkte mit grossem Engagement bewerben. Bisher kann der Kunde aber leider nicht immer erkennen, ob drin ist, was draufsteht", erklärte Aigner gemäss einer Medienmitteilung. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Bmelv) hat ein Konzept für die eine landesweite Regionalkennzeichnung ausgearbeitet. Ein "Regionalfenster" auf Lebensmitteln soll dazu der Rahmen sein: Bei zusammengesetzten Produkten kann für jede Zutat einzeln transparent gemacht werden, aus welcher Region sie zu welchem Prozentsatz stammt. Neben Aussagen zur Rohstoff-Herkunft sind auch Aussagen zum Ort der Verarbeitung möglich, teilt das Bmelv mit. Aigner wird das Konzept im April 2012 am Treffen der deutschen Agrarminister vorstellen.
Gemäss einer Umfrage achtet die Hälfte der deutschen Konsumenten beim Einkauf auf Lebensmittel aus der Region. Doch nicht einmal jeder Fünfte fühlt sich über die Herkunft regionaler Lebensmittel verlässlich informiert.
lid
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